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Verschollener Malaysia-Airlines-Flug: MH370-Wracksucher finden altes Schiff auf Meeresboden

Schiffswrack in 3700 Metern Tiefe: Das Schicksal von Flug MH370 bleibt ungeklärt Zur Großansicht
DPA/ ATSB

Schiffswrack in 3700 Metern Tiefe: Das Schicksal von Flug MH370 bleibt ungeklärt

Auf der Suche nach dem Wrack des Malaysia-Airlines-Fluges 370 hatten Experten ein großes Objekt am Meeresboden gefunden. Jetzt zeigt eine Sonaraufnahme: Es ist kein Flugzeug-, sondern ein Schiffswrack.

Am 8. März 2014 verschwand eine Boeing 777 der Malaysia-Airlines mit 239 Menschen an Bord. Bis heute fehlt von Flug MH370 jede Spur. Lediglich der Fund eines zwei Meter langen Wrackteils auf der Insel La Réunion im Juli 2015 wurde als Hinweis auf den Verbleib des Flugzeugs gedeutet. Experten erklärten, es könne sich dabei um die Flügelklappe einer Boeing 777 handeln.

Im Dezember dann entdeckten Suchmannschaften im Indischen Ozean per Sonar ein größeres Objekt am Meeresboden. Jetzt stellte sich heraus: Bei dem Fundstück handelt es sich nicht um ein Flugzeug-, sondern ein Schiffswrack.

Wie die Koordinationsstelle für die Suche nach dem MH370-Wrack (JACC) im australischen Canberra mitteilte, sei es gelungen, mit einem ferngesteuerten Unterwasservehikel in etwa 3700 Metern Tiefe eine Aufnahme des Wracks anzufertigen. Experten gehen davon aus, dass das Schiff aus Eisen oder Stahl gebaut wurde und wahrscheinlich bereits Ende des 19. Jahrhunderts unterging.

Der heiße Kern: Suche im Indischen Ozean Zur Großansicht
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Der heiße Kern: Suche im Indischen Ozean

Das Unterwasservehikel wird von den Bergungsexperten genutzt, um besonders schwer erreichbare Regionen des Suchgebiets abzusuchen. Auch Schiffe sind im Einsatz - sie haben zwei Drittel des 120.000 Quadratkilometer großen Gebiets südwestlich von Perth im Indischen Ozean durchkämmt. Während der aufwendigen Sucharbeiten kam es bisher zu einer Serie von Rückschlägen.

Es ist bereits der zweite Schiffswrackfund seit Beginn der Suchoperation. Im Mai 2015 war man in einer Tiefe von etwa 3900 Metern per Sonar auf ein mutmaßlich ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert stammendes Frachtschiff gestoßen. "Ein faszinierender Fund", sagte der Leiter des Sucheinsatzes, Peter Foley, damals. "Aber es ist nicht das, wonach wir gesucht haben."

MH370 war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos vom Radar verschwunden. Satellitenauswertungen legen nahe, dass es noch stundenlang Richtung Süden flog und im Indischen Ozean abstürzte.

ala/dpa

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