Pakistan Mehrere Menschen sterben an giftigem Hustensaft

Die meisten der Opfer sind Drogensüchtige: Nach der Einnahme eines giftigen Hustensafts sind in Pakistan mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei ermittelt gegen mehrere Apothekenbesitzer.


Islamabad - Mindestens 16 Pakistaner sind gestorben, nachdem sie giftigen Hustensaft getrunken hatten. Wie die Behörden in der östlichen Stadt Lahore nahe der Grenze zu Indien mitteilten, handelte es sich bei den meisten der Opfer um Drogensüchtige, die den Saft eingenommen hätten, um sich zu berauschen.

Die Behörden schlossen drei Apotheken, nahmen deren Inhaber fest und ordneten an, den Saft aus dem Handel zu nehmen. Zudem wurden eine Arzneimittelfabrik geschlossen und dort genommene Proben zur Untersuchung an ein Labor gegeben.

Der Arzt Tahir Khalil vom Mayo-Krankenhaus in Lahore befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könne. Allein in seinem Krankenhaus seien sieben von 20 Menschen gestorben, die mit Vergiftungen eingeliefert wurden. Sieben weitere seien noch unter Beobachtung, die sechs übrigen nach einer Behandlung nach Hause entlassen worden. Die meisten der zwischen 15 und 45 Jahre alten Patienten seien Drogensüchtige gewesen.

In Lahore, der zweitgrößten Stadt Pakistans, waren im Januar etwa hundert Menschen an einem giftigen Medikament gestorben. In diesem Fall handelte es sich um ein Herzmittel aus einer örtlichen Fabrik.

wit/AFP

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