Südwesten Chinas: Mehr als 40 Menschen sterben bei Erdrutsch

Im Südwesten Chinas sind bei einem Erdrutsch große Teile eines Dorfes verschüttet worden. Mehr als 40 Menschen starben, Dutzende weitere werden noch vermisst. Die Ursache für den Erdrutsch ist noch unklar. In der Nacht zuvor hatte es aber stark geschneit.

Nach Erdrutsch im Südwesten Chinas: Rettungskräfte suchen nach Überlebenden Zur Großansicht
REUTERS/ China Daily

Nach Erdrutsch im Südwesten Chinas: Rettungskräfte suchen nach Überlebenden

Zhaotong - Bei einem Erdrutsch in Südwestchina sind mindestens 42 Menschen getötet worden. Das teilte die Polizei des Kreises Zhenxiong nahe der Stadt Zhaotong in der Provinz Yunnan mit. Der Erdrutsch habe am Morgen Häuser im Dorf Gaopo verschüttet. Unter den Toten seien 19 Kinder, berichtete das Staatsfernsehen.

Am Vormittag waren 18 Tote gemeldet worden, doch im Laufe des Tages erhöhte sich die Zahl der Opfer. Insgesamt galten 46 Menschen als vermisst. Bis zum Abend waren 42 Leichen geborgen. Die Rettungsmannschaften suchten bis zum Abend in den Erdmassen nach möglichen weiteren Verschütteten. Sie hätten jedoch kaum Überlebenschancen, berichteten Provinzmedien.

"Die Rettung ist sehr problematisch und gefährlich", schrieb ein Journalist auf der Medienwebseite der Provinz. "Die Erdmassen bewegen sich weiter." Die Retter seien selbst in Gefahr. Die Aussichten, noch Überlebende zu finden, seien gering.

Der Hang des Berges hatte sich auf mehreren hundert Metern gelöst und war ins Tal gerutscht. Die Erdmassen verschütteten 14 Häuser und beschädigten zwei weitere. "Wir wissen nicht genau, was den Erdrutsch ausgelöst hat", sagte ein Polizeibeamter. "Im Moment sind wir mit der Suche nach Verschütteten beschäftigt."

In der Nacht zuvor hatte es stark geschneit, was ein möglicher Grund für das Unglück seien könnte. Aber auch Erdbeben lösen in der Gegend immer wieder Erdrutsche aus. Im September starben so 81 Menschen nach einem Erdrutsch in der Nachbarregion. Einen Monat später wurde eine Grundschule durch eine Schlammlawine verschüttet. 18 Kinder und ein Erwachsener kamen ums Leben.

cvb/siu/dpa/AP

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