Minutenprotokoll US-Atombehörde alarmiert über Lage in Fukushima

Nach Einschätzung der US-Atombehörde liegen die Brennstäbe im Reaktor 4 des AKW Fukushima mittlerweile völlig frei - die Strahlenbelastung sei extrem hoch. Die USA haben wegen der japanischen Atomkrise keine Jodtabletten mehr auf Lager. Lesen Sie die Ereignisse des Tages im Minutenprotokoll nach.

Zerstörte Reaktoren des Atomkraftwerks in Fukushima: Kein Wasser mehr in Reaktor 4?
dapd / Foto: DigitalGlobe

Zerstörte Reaktoren des Atomkraftwerks in Fukushima: Kein Wasser mehr in Reaktor 4?


+++ Situation in Flüchtlingslagern spitzt sich zu +++

[00.59 Uhr] Die Lage in den Flüchtlingslagern im Nordosten Japans wird bei winterlichen Temperaturen und Schnee immer angespannter. In einer Grundschule in der Stadt Sendai entfachten die dort untergebrachten Menschen am Donnerstag im Morgengrauen mit Holzscheiten Feuer unter Fässern, um heißes Wasser zuzubereiten. Im Inneren des Gebäudes sind die Fensterscheiben vereist, die Menschen versuchen sich mit Decken warm zu halten. "Die Gasvorräte gehen zu Ende", sagte ein Reporter des japanischen Fernsehens. An den Wassertanks bildeten sich Schlangen geduldig wartender Menschen und an den wenigen noch geöffneten Tankstellen geht das Benzin aus.

+++ Strahlendosis am Eingang vom AKW Fukushima sinkt +++

[00.52 Uhr] Die am AKW Fukushima I gemessene Strahlendosis fällt kontinuierlich - das gibt jedenfalls die japanische Atomsicherheitsbehörde laut der Nachrichtenagentur Reuters bekannt. Am Haupteingang des Atomkraftwerks wurde am Mittwoch um 17 Uhr Ortszeit eine Belastung von 752 Mikrosievert pro Stunde gemessen (1 Mikrosievert ist ein Tausendstel eines Millisieverts). Später verlegte man die Messstelle an das Westtor, wo die Messungen alle halbe Stunde aktualisiert wurden. Um 5 Uhr morgens Ortszeit am Donnerstag betrug der Wert hier 338 Mikrosievert pro Stunde. Das sei zwar noch immer weit höher als normal, sagte ein Sprecher, jedoch nicht gefährlich. Zum Vergleich: Die stärkste Strahlung, die bislang in Tokio gemessen wurde, betrug am Dienstag 0,809 Mikrosievert pro Stunde. Das ist eine zehnmal geringere Dosis als eine Röntgenuntersuchung beim Zahnarzt.

+++ Japaner berichten auf Facebook über die vergangenen Tage +++

[00.35 Uhr] Auf der Internetseite Facebook tauschen sich Japaner über ihre Erlebnisse nach dem Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami aus. "Die meisten Geschäfte waren geschlossen, nur ein Seven Eleven-Laden war geöffnet. Die Angestellten haben Kerzen angezündet und sie in die Regale gestellt", erzählt jemand. Weil die Kasse nicht funktioniert habe, hätten die Verkäufer mit Taschenlampe und Taschenrechner gearbeitet. Ein anderer Facebook-Nutzer berichtet aus einem anderen Geschäft: "Ein Jugendlicher mit Piercings und weiß gefärbten Haaren hat mehrere hundert Dollar in eine Spendenbox für die Opfer gesteckt." Beim Rausgehen habe er zu seinen Freunden gesagt: "Spiele können wir uns immer kaufen." Daraufhin hätten alle Umstehenden ihre Portemonnaies geöffnet und Geld gespendet.

+++ Laut IAEA kocht das Kühlwasser in den Reaktoren 3 und 4 +++

[00.16 Uhr] Die internationale Atomenergiebehörde IAEA hat Informationen zur Wassertemperatur in den Unglücksreaktoren des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 veröffentlicht. Demnach betrug die Temperatur des Kühlwassers im Abklingsbecken des Reaktors 4 am Dienstagmorgen 84 Grad Celsius. Am Mittwochmorgen seien im Reaktor 5 rund 62 Grad sowie 60 Grad im Reaktor 6 gemessen worden. Normalerweise wird die Wassertemperatur unter 25 Grad gehalten. In den Abklingbecken lagern die bereits verbrauchten, abgebrannten Brennelemente, die aber ohne entsprechende Kühlung ähnlich gefährlich sind wie die aktiven Elemente im Reaktorkern. Im Reaktor 4 des AKW Fukushima liegt das Abklingbecken außerhalb des besser geschützten Sicherheitsbereiches - daher ist die Gefahr besonders groß. Aktuelle IAEA-Berichte sagen, das Wasser in den Reaktoren 3 und 4 würde mittlerweile kochen. Die US-Atombehörde geht sogar davon aus, dass sich im Reaktor 4 gar kein Wasser mehr befinde (s. Liveticker von 22.22 Uhr).

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Katastrophe in Japan: Verzweiflung in Fukushima, Angst in Tokio
+++ Japans Krise könnte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben +++

[23.40 Uhr] Nach dem Jahrhundertbeben in Japan könnten nach Ansicht von IFW-Chef Dennis Snower Produktionsausfälle die Weltwirtschaft treffen. "Es könnte zu Domino-Effekten kommen, die den gesamten asiatischen Raum erfassen", sagte der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe). Japans Industrie sei eng mit der asiatischen Wirtschaft verzahnt, Ausfälle könnten Autokonzerne oder Computerfirmen aber auch auf anderen Kontinenten treffen. Die rasche Erholung Japans von der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten sei demnach in Gefahr.

+++ Jodtabletten in den USA ausverkauft +++

[22.40 Uhr] Beim größten Hersteller in den USA sind wegen der japanischen Atomkrise Kaliumjodidtabletten komplett ausverkauft. Das Unternehmen Anbex teilte am Mittwoch mit, es habe seit dem Beginn der Krise tausende Bestellungen für sein Medikament Iosat erhalten. Diese seien laut Firmenchef Alan Morris hauptsächlich von der Westküste der USA, aber auch aus Japan, Südkorea und anderen asiatischen Staaten eingegangen. Er hoffe, dass sein Unternehmen binnen zwei Wochen wieder liefern könne. Die Tabletten schützen die Schilddrüsen vor radioaktiver Strahlung. Morris verwies darauf, dass es in den USA noch ein anderes Unternehmen gebe, dass Kaliumjodid in flüssiger Form anbiete. Doch auch Fleming Pharmaceuticals schrieb auf ihrer Internetseite, dass das Unternehmen rund um die Uhr arbeite, um die Lieferungen nach Japan bewältigen zu können.

+++ Zwei deutsche Atomkraftwerke werden in der Nacht abgeschaltet +++

[22.33 Uhr] Der Energieversorger EnBW nimmt die Reaktoren Neckarwestheim I und Philippsburg I noch in der Nacht zum Donnerstag vom Netz. Damit folge das Unternehmen Anordnungen des Umweltministeriums Baden-Württemberg, teilte es am Mittwochabend mit. Der Betriebszustand der Meiler sei nach dem Herunterfahren vergleichbar mit dem während einer Revision. Der Block I des Kernkraftwerks Neckarwestheim hat eine elektrische Leistung von 840 Megawatt und ist seit 1976 in Betrieb. Block I des Kraftwerks Philippsburg ist ein Siedewasserreaktor mit einer Leistung von 926 Megawatt. Er ging 1979 ans Netz.

+++ Laut US-Experte kein Wasser mehr in Reaktor 4 +++

[22.22 Uhr] Im Abklingbecken des Reaktors 4 im japanischen Katastrophen-Kraftwerk Fukushima 1 befindet sich nach Einschätzung der US-Atomregulierungsbehörde NRC gar kein Wasser mehr. Damit liegen die Brennstäbe im Reaktor 4 möglicherweise komplett frei. Man gehe davon aus, dass das Abklingbecken defekt und das Wasser abgelaufen sei, sagte NRC-Direktor Gregory Jaczko in einer Anhörung vor einem Kongress-Ausschuss laut einem Bericht der "New York Times". "Wir glauben, dass die Strahlenbelastung extrem hoch ist", sagte Jaczko. Dies wiederum könnte die Arbeit zur Eindämmung der Krise behindern. Über die Quelle der Information machte Jaczko keine Angaben. Die NRC sowie das US-Energieministerium haben Experten vor Ort.

Sollten sich die Angaben als zutreffend erweisen, würde dies bedeuten, dass die Brennelemente in dem Abklingbecken nicht mehr gekühlt werden und somit schmelzen könnten. Außerdem droht die Gefahr, dass sich die Stäbe selbst entzünden könnten. Die japanische Atomsicherheitsbehörde und der Kraftwerkbetreiber Tepco dementierten, dass die Wassermenge in dem Abklingbecken abgenommen habe. Die Lage an Reaktor 4 sei "stabil", sagte ein Sprecher.

+++ Leicht erhöhte Strahlung bei Flugzeug aus Tokio festgestellt +++

[22.15 Uhr] Am Flughafen München ist am Mittwoch bei einer Boeing 777 der japanischen Airline All Nippon Airways (ANA) eine gegenüber der Umgebung leicht erhöhte Strahlung an der Außenhaut festgestellt worden. Die Maschine kam aus Tokio und war gegen 16.00 Uhr mit der Flugnummer NH 207 in München gelandet. Bei den anschließenden Messungen der Kabine und des Frachtraums gab es dagegen keinerlei Auffälligkeiten, teilte der Flughafen in München am Abend mit. Nach Prüfung durch die Experten wurde das Flugzeug für den Rückflug nach Tokio freigegeben. Die Flughafen-Feuerwehr führt seit dem Wochenende regelmäßige Messungen bei allen aus Japan eintreffenden Flugzeugen durch.

+++ Angst vor Super-GAU erschüttert erneut die Wall Street +++

[22.00 Uhr] Die Atom-Katastrophe in Japan hat auch am Mittwoch für heftige Kursverluste am US-Aktienmarkt gesorgt. Die Nervosität vor einem drohenden atomaren Super-GAU ließ den Dow-Jones-Index der 30 führenden Industriewerte laut vorläufigen Berechnungen um 242 Punkte oder zwei Prozent auf 11.613 Zähler fallen. Der US-Leitindex beendete damit den dritten Handelstag in Folge im Minus, es war der stärkste Einbruch seit August vergangenen Jahres. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 51 Punkte oder 1,9 Prozent und schloss bei 2.617 Zählern. Neben Japan habe aber auch die politische Unsicherheit im Nahen Osten die Börsen belastet, hieß es am Markt.

+++ Oettinger: "Lage in Fukushima zwischen GAU und Super-GAU" +++

[21.50 Uhr] EU-Energiekommissar Günther Oettinger befürchtet "weitere katastrophale Entwicklungen" im havarierten AKW. Die Lage in Fukushima sei "außerhalb einer fachmännischen Kontrolle" und bewege sich "irgendwo zwischen GAU und Super-GAU". Eine Sprecherin relativierte diese Statements kurz darauf und erklärte, Oettinger habe keine speziellen Informationen besessen, sondern sich lediglich auf das berufen, was aus den Medien zu erfahren sei.

+++ Viele Länder fliegen ihre Bürger aus Japan aus +++

[21.36 Uhr] Die Sorge um die eigenen Landsleute wächst: Zahlreiche Länder darunter Russland, Belgien und die Philippinen holen jetzt ihre Bürger aus Japan. Dazu werden teilweise auch Militärflugzeuge eingesetzt. Großbritannien rief ebenfalls seine Bürger zur Abreise aus den betroffenen Gebieten auf.

+++ Apple verschiebt Verkaufsstart vom iPad2 in Japan +++

[21.26 Uhr] Wegen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe verschiebt Apple die Markteinführung des neuen iPads in Japan. Das teilte der US-Technologiekonzern am Mittwoch mit. Verkaufsstart für das iPad 2 sollte eigentlich am 25. März sein. An diesem Tag soll der Tablet-Computer auch in mehr als 20 weiteren Ländern in die Läden kommen, darunter auch in Deutschland.

+++ Keine radioaktive belasteten Lebensmittel in Deutschland +++

[20.50] In Deutschland gebe es derzeit keine Anzeichen für radioaktive Belastung von Lebensmitteln, sagte die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ilse Aigner, am Mittwoch in Berlin. "Da kann man eindeutig sagen, dass die katastrophalen Ereignisse in Japan keine Auswirkungen haben auf den Lebensmittelbereich (in Deutschland)", so Aigner. Weil aber auch die Region um Japan betroffen sein könne, werde die Entwicklung sorgfältig beobachtet. Aus Sicherheitsgründen sollen alle Lebensmittel aus Japan auf mögliche Strahlenbelastung untersucht werden - vor allem Fisch und Fischprodukte wie zum Beispiel Sushi.

+++ EU-Staaten testen japanische Lebensmittel auf Verstrahlung +++

[20.20 Uhr] Die EU hat ihre 27 Mitgliedstaaten aufgefordert, aus Japan eingeführte Lebensmittel auf mögliche Strahlenbelastung hin zu untersuchen. Das bestätigte der Sprecher von EU-Gesundheits- und Verbraucherkommissar John Dalli am Mittwoch in Brüssel. Wie Diplomaten berichteten, habe es über das europäische Schnellwarnsystem für Nahrungs- und Futtermittel (RASFF) eine entsprechende Mitteilung an die EU-Länder gegeben. Mögliche Funde sollen an das System zurückgemeldet werden.

+++ USA bauen Strahlenkontrolle aus +++

[20.12 Uhr] Aus Sorge vor einer möglichen Strahlenbelastung aus Japan bauen die US-Regierung ihr Überwachungssystem aus. Im Westen der USA sowie im Pazifik sollten weitere Strahlungsmonitore aufgestellt werden, kündigte die Umweltbehörde EPA am Mittwoch an. Die EPA überwacht die Radioaktivität in der Region bereits im Rahmen ihres sogenannten RadNet-Systems, das die Belastung in der Luft, im Trinkwasser sowie in Milch und Regen misst.

Die Daten der neuen Monitore können den Angaben zufolge auf der Website der EPA eingesehen werden. Die Geräte sollen in den US-Küstenstaaten sowie auf Hawaii, Guam und Amerikanisch-Samoa installiert werden. Die US-Atomsicherheitsbehörde NRC erwartet nach eigenen Angaben allerdings nicht, dass eine schädliche Menge Radioaktivität aus Japan die USA erreichen könnte.

+++ US-Bürger in Japan sollen 80 Kilometer Abstand von Unglücks-AKW halten +++

[19.44 Uhr] Die US-Regierung empfiehlt amerikanischen Staatsbürgern, ein Gebiet im Umkreis von 80 Kilometern um das Unglücks-AKW Fukushima zu verlassen. Sollte eine Abreise nicht machbar sein, sollten die Menschen zumindest in ihren Häusern bleiben. "Auf der Basis unserer Analyse ist es das, was wir tun würden, wenn sich dieser Vorfall in den USA ereignen würde", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, am Mittwoch in Washington.

Die japanische Regierung hat zum Schutz vor radioaktiver Strahlung bisher nur Gebiete im Umkreis von 20 Kilometern evakuiert. Wer zwischen 20 und 30 Kilometer entfernt wohnt, solle sich nicht im Freien aufhalten. Die Empfehlung an US-Bürger sei nicht als Urteil über die japanische Vorgabe zu verstehen, teilte das US-Außenministerium mit. "Wir haben Vertrauen in die japanischen Behörden und ihr Umgehen mit dieser Situation", sagte ein Sprecher.

+++ AKW Philippsburg I muss vom Netz +++

[19.31 Uhr] Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat am Mittwochabend den Energiekonzern EnBW schriftlich angewiesen, die Kernkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg I vom Netz zu nehmen. Mit der Anordnung werde das von der Bundesregierung verfügte Moratorium umgesetzt, wonach die bundesweit sieben ältesten Atomkraftwerke für drei Monate ihren Betrieb einstellen, teilte das Ministerium mit. "Wir gehen davon aus, dass die EnBW bereits dabei ist, die notwendigen Schritte einzuleiten, um die Reaktoren zeitnah herunterzufahren", sagte ein Ministeriumssprecher.

In den kommenden Monaten solle eine von der Landesregierung eingesetzte fünfköpfige Expertenkommission die Ereignisse in den japanischen Kernkraftwerken analysieren und bewerten. Auf dieser Grundlage solle von der Kommission eine mögliche Übertragbarkeit auf die hiesigen Kraftwerke überprüft und gegebenenfalls Empfehlungen für weitergehende Sicherheitsanforderungen ausgearbeitet werden, sagte der Sprecher.

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insgesamt 392 Beiträge
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merapi22 16.03.2011
1. Verursachte die vom Mensch erzeugte Radioaktivität über 50% aller Krebserkrankungen?
Zitat von sysopMehr als eine Stunde durften die 50 verbliebenen Arbeiter den havarierten Reaktor 3 in Fukushima nicht betreten - zuvor war stark erhöhte Strahlung gemessen worden. Jetzt setzen sie ihren verzweifelten Kampf gegen das atomare Desaster fort. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751191,00.html
Die spärlichen Nachrichten der japanischen Regierung über ausgetretene Radioaktivität erinnern sehr an Tschernobyl! Will man die Bevölkerung nicht verunsichern, oder nur die gefahren der Atomtechnik verharmlosen? Was bewirkt selbst geringste Strahlung beim Menschen, warum ist die Krebsrate seit den fünfziger Jahren so exorbitant gestiegen, hier finden Sie neue Antworten: http://www.facebook.com/pages/BGE-Roboter-konnen-alles-besser/177235832301157
Rodri 16.03.2011
2. ...
Es macht einfach nur wütend wie die Japaner und alle anderen sich angemaßt haben Atomkraft zu nutzen ohne auch nur ansatzweise das Ganze beherrschen zu können....
Lueder, 16.03.2011
3. Wahnsinn
Zitat von sysopMehr als eine Stunde durften die 50 verbliebenen Arbeiter den havarierten Reaktor 3 in Fukushima nicht betreten - zuvor war stark erhöhte Strahlung gemessen worden. Jetzt setzen sie ihren verzweifelten Kampf gegen das atomare Desaster fort. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751191,00.html
Liebe Atomkraftbefürworter, wenn es tatsächlich mal, durch irgendeinen Zufall, in einem deutschen Reaktor zu einer ähnlichen Atomkatastrophe kommt, dann WILL ich EUCH an den Reaktorblöcken stehen sehen, um die zu reparieren und für die Nachwelt vor weiterer Strahlung abzudichten. Ihr braucht keine Angst haben, denn wie ihr schon immmer behauptet habt: Atomkraftwerke sind SICHER und sind NICHT gefährlich!
aramis45 16.03.2011
4. Unvorstellbare Zustände
Man kann den Japanern nicht vorhalten, daß bei ihnen eine besondere starke Erdbebengefährdung vorliegt und es nun zu so einem Seebeben gekommen ist. Was man aber hinterfragen kann, warum haben sich die japanischen Politiker dieser Atomindustrie so ausgeliefert mit den jetzt bekannten Auswirkungen! Sie haben mitgemacht, weil sie wie hier in Deutschland auch teilweise mit in den Aufsichtsräten sitzen oder gern hin wollen! Jeder Japaner kennt die negative Auswirkung von Atomstrahlen, so ist es umso unverständlicher das so eine Katastrophe entstehen konnte! Bei uns geht es eigentlich nicht nur um Wahlkampf, hier geht es um unser Überleben in einem Wirtschaftskrieg von profitgeilen Übermenschen gegen das eigene Volk, was von der eigenen Regierung in den Untergang geführt wird mit einem kurzen 3 Monate Aufschub, genau wie in Japan! Jeder Techniker und Politiker, jeder der mit dieser nicht beherrschbaren Technik weiterhin wirtschaftliche und politische Erfolge und erreichen will ist ein Krimineller! Das sage ich ganz bewußt in Voraussicht, daß es noch viel Schlimmer ist als man uns auch hier in Deutschland weis machen will, weil ich unseren Medien nicht glaube, schon gar nicht weil sie sich auf Informationen berufen die aus Japan kommend, direkt aus den Vorstandszimmern dieser verbrecherischen japanischen Atomqulicke ! Fällt Tokio den radioaktiven Strahlen zum Opfer wird Japan wir ein unbewohnbares Land, für sehr lange Zeit! Wenn ich höre wie der SPD Mann Würfelspitz die Rechtmäßigkeit der AKW Abstellung anzweifelt müßte er der erste sein den man in den Knast stecken sollte!
jaein 16.03.2011
5. nichts ist sicher
Zitat von LuederLiebe Atomkraftbefürworter, wenn es tatsächlich mal, durch irgendeinen Zufall, in einem deutschen Reaktor zu einer ähnlichen Atomkatastrophe kommt, dann WILL ich EUCH an den Reaktorblöcken stehen sehen, um die zu reparieren und für die Nachwelt vor weiterer Strahlung abzudichten. Ihr braucht keine Angst haben, denn wie ihr schon immmer behauptet habt: Atomkraftwerke sind SICHER und sind NICHT gefährlich!
wenn es hier um ein anderes thema gehen würde, wäre ihre aussage zu einer phobie erklärt worden und mit menschen in angst kann man ja nicht einen diskurs führen...denken sie mal darüber nach!
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