Schönheitswettbewerb "Miss Germany"-Wahl ohne Bikinis

Die "Miss Germany" soll künftig ermittelt werden, ohne dass die Kandidatinnen sich im Bikini zeigen müssen. So soll die Persönlichkeit stärker in den Fokus rücken.

"Miss Germany 2017" Soraya Kohlmann (Archiv)
DPA

"Miss Germany 2017" Soraya Kohlmann (Archiv)


Bei der Kür der "Miss Germany" werden die Kandidatinnen nicht mehr in Bademode zu sehen sein. Stattdessen präsentieren sich die Frauen ab der Wahl 2019 in einem Sommer-Outfit, wie der Veranstalter mitteilte. "Wir brauchen keine Bademode, um die Teilnehmerinnen wirklich kennenzulernen", sagte "Miss Germany"-Geschäftsführer Max Klemmer. "Wir wollen die 'Miss Germany' als Persönlichkeit herausstellen. Dafür war der Bikini-Durchgang nicht sehr relevant."

Die Neuerung soll auch für die Männer gelten. Die "Mister Germany"-Kandidaten werden demnach in der einstigen Badehosen-Runde nun in Jeans und sommerlichen Hemden auflaufen.

Mit der Entscheidung reagiere man auch auf die gesellschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre. "Wir wollen nicht nur irgendein Topmodel sehen, sondern jemanden, der Deutschland repräsentieren kann", sagte Klemmer. Neben der Sommergarderobe soll es bei der kommenden Miss-Wahl ein Interview mit den Kandidatinnen geben, in dem sie ihre politische Einstellung darlegen sollen.

Auch die "Miss America" in den USA wird bald ohne Bademoden-Runde gewählt. Das habe mit der Entscheidung des deutschen Pendants jedoch "absolut gar nichts" zutun, sagte Klemmer.

"Ein guter Körper und ein gesunder Lebensstil"

Trotz der neuen Kleiderordnung und der Betonung der Persönlichkeit spiele das Aussehen der Anwärterinnen bei der "Miss Germany"-Wahl auch künftig eine Rolle, sagte Klemmer. "Natürlich gehören ein guter Körper und ein gesunder Lebensstil auch weiterhin zu den Anforderungen." Die Schönheitskönigin solle auch eine Vorbildfunktion erfüllen.

"Miss Germany" ist nach Angaben der Veranstalter der älteste Schönheitswettbewerb in Deutschland, es gibt ihn seit 1927. Gewählt wird jährlich. Die Anwärterinnen für die "Miss Germany 2019" werden schon seit März in Städte-Miss-Wahlen ermittelt. Die Gewinnerinnen nehmen an den Wettbewerben zu den Miss-Wahlen Bundesländer teil.

Die 16 Siegerinnen qualifizieren sich dann für ein knapp dreiwöchiges Camp im Februar 2019, in dem sie unter anderem in Social-Media- und Knigge-Kursen geschult werden. Ende Februar 2019 wählt dann eine Jury im Europa-Park in Rust die Nachfolgerin der aktuellen "Miss Germany", der Studentin Anahita Rehbein aus Stuttgart.

wit/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.