Missbrauch Sohn von Alice Miller wurde vom Vater geschlagen

In einem Gespräch mit dem SPIEGEL bekennt Martin Miller, 60, Sohn der berühmten Kindheitsforscherin Alice Miller, dass er von seinem Vater geschlagen worden sei. Seine Mutter, die 1979 mit ihrem Buch "Das Drama des begabten Kindes" berühmt geworden war, sei dabei Zeugin gewesen.

Die Kindheitsforscherin Alice Miller (undatierte Aufnahme): Zeugin von Misshandlungen?
DPA

Die Kindheitsforscherin Alice Miller (undatierte Aufnahme): Zeugin von Misshandlungen?


Martin Miller, der als Psychotherapeut und Unternehmensberater in der Nähe von Zürich arbeitet, sagte weiter, er habe "sehr früh auf die Fürsorge der Eltern" verzichten müssen. Sein Vater sei "sehr autoritär" gewesen.

Seine Mutter, die aus Polen stammte, habe mit ihm nie über ein im Zweiten Weltkrieg erlittenes Trauma sprechen können. Es habe eine "Schweigemauer" zwischen ihnen gegeben, so Martin Miller.

Alice Miller, die Mitte April 87-jährig gestorben ist, vertrat in ihren Bestsellern die These, dass man Kinder nicht manipulieren dürfe. In der Kindheit durch Erziehung erlittene körperliche und seelische Qualen, so Miller, führen zu Gewalt gegen sich selbst und andere.



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philathei 02.05.2010
1. Wieder eine Aufdeckung1
Zitat von sysopIn einem Gespräch mit dem SPIEGEL bekennt Martin Miller, 60, Sohn der berühmten Kindheitsforscherin Alice Miller, dass er von seinem Vater geschlagen worden sei. Seine Mutter, die 1979 mit ihrem Buch "Das Drama des begabten Kindes" berühmt geworden war, sei dabei Zeugin gewesen. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,692505,00.html
Alice Miller hat vor allem über die seelische Ausbeutung von Kindern durch egoistische, unreife Eltern geschrieben. Und dabei hat sie gezeigt, daß übertriebene Verwöhnung, Nachsicht mit dem Ziel, das Kind z.B. als Ersatzpartner an sich zu binden, ein Mißbrauch sein kann, der schwerer wiegt als gerechte Strenge. Eine Kindesmißhandlung schlimmer körperlicher Art wird sie kaum an ihrem Sohn geduldet haben. Es grenzt ans Lächerliche, wie körperliche Strafen auch geringfügiger Art, die vor 40 Jahren als völlig normal empfunden wurden, heute ins Kriminelle gezogen werden. Und das angesichts einer fortschreitenden Jugendverrohung, deren Zusammenhang mit dem antiautoritären Erziehungskonsens man nicht thematisieren darf! Schließlich der Vorwurf im Spiegel-Beitrag, daß Alice Miller nicht offen über ihr Leid im Polen zur Kriegszeit sprechen mochte! - Kann man denn nur herabwürdigen?
deuterius 02.05.2010
2. einseitig und tendenziös
Zitat von sysopIn einem Gespräch mit dem SPIEGEL bekennt Martin Miller, 60, Sohn der berühmten Kindheitsforscherin Alice Miller, dass er von seinem Vater geschlagen worden sei. Seine Mutter, die 1979 mit ihrem Buch "Das Drama des begabten Kindes" berühmt geworden war, sei dabei Zeugin gewesen. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,692505,00.html
Einfach zu offensichtlich, dass es darum geht männliche Institutionen zu diffamieren. Ist es eigentlich vorstellbar in der rosaroten Emanzenmedienwelt, dass auch Frauen Kinder schlagen und schlugen?
sukowsky, 02.05.2010
3. Doch sollte unser Geist so trainiert sein
es scheint eine Gesetzesmäßigkeit zu geben erlittene oder auch gefühlte seelische- und körperlich Gewalt richtet sich gegen sich selbst oder gegen andere Menschen. Ein unendlicher Teufelskreis der immer wieder zu Flächenbrände führt. In der Schöpfung frißt ja auch meistens der Stärkere den Schwächeren. Wir sind auch ein Teil davon. Doch sollte unser Geist so trainiert sein en nicht zu Explosionsfunken kommen zu lassen.
Hubert Rudnick, 02.05.2010
4. Und das soll interessant sein?
Zitat von sysopIn einem Gespräch mit dem SPIEGEL bekennt Martin Miller, 60, Sohn der berühmten Kindheitsforscherin Alice Miller, dass er von seinem Vater geschlagen worden sei. Seine Mutter, die 1979 mit ihrem Buch "Das Drama des begabten Kindes" berühmt geworden war, sei dabei Zeugin gewesen. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,692505,00.html
------------------------------------------------------------ Heute bringt man ständig Dinge ans Tageslicht, die zum Teil auch heute noch üblich sind und früher Gang und Gebe waren, nichts Neues, nur das sich damit einige ins Tageslicht stellen wollen. HR
HeinzJürgen, 02.05.2010
5. ohgottohgott
Mein Vater hat mir auch ein paar mal eine gescheuert. Ich hatte es verdient. Hab's genommen und ertragen. Habe keine seelischen Schäden davon getragen. Von meinen Kindern hat ein's einen Klaps auf den Po bekommen, als es nach seiner Schwester geschlagen hat. Nix was körperlich weh tut.Es gab sofort eine glückliche, freudentränernreiche Versöhnung. Habe ich jetzt meine Misshandlungen weiter gegeben? Bin ich jetzt eine gestpörte Persönlichkeit? Muss ich jetzt in den Knast? Ich glaube ich brauche jetzt psychologische Betreuung. In äusserlicher Zerknischung HJ
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