Moskauer Innenstadt Polizei räumt Bahnhöfe wegen Bombendrohung

Die Moskauer Polizei hat für die Innenstadt Bombenwarnungen erhalten. Sie evakuierte drei Bahnhöfe, bis zu 3000 Fahrgäste mussten die Stationen verlassen.


Wegen einer Bombendrohung hat die russische Polizei drei belebte Bahnhöfe in Moskau geräumt. Etwa 3000 Menschen mussten die Bahnhöfe verlassen, meldete die staatliche Agentur Ria Nowosti unter Berufung auf die Behörden.

Ein anonymer Anrufer habe mit einer Bombe gedroht. Experten mit Spürhunden sollten die Bahnhöfe untersuchen. Gegen 13 Uhr gab die Polizei Entwarnung, wie die Agentur Tass berichtete: In den evakuierten Stationen sei keine Bombe gefunden worden.

Betroffen waren laut Ria Nowosti die Kasaner, Jaroslawler und Leningrader Bahnhöfe, sie liegen alle um den Komsomolskaja-Platz im Zentrum der russischen Hauptstadt. Von hier fahren die Züge nach St. Petersburg, nach Sibirien und nach Zentralasien ab.

AFP

In Russland wird um die 92 Opfer des Flugzeugabsturzes über dem Schwarzen Meer getrauert. Die Passagiermaschine des russischen Verteidigungsministeriums war am Sonntagmorgen kurz nach dem Start in Sotschi verunglückt. Sie sollte Sänger des traditionsreichen Alexandrow-Armeechors zu einem Konzert nach Syrien bringen.

Am Sitz des Chores in Moskau legten Trauernde Blumen nieder. Auf der Uferpromenade des südrussischen Ferienorts Sotschi brannten Kerzen für die Opfer. Auf dem Meer suchten eine Armada von mehr als 40 Schiffen, fünf Hubschraubern und 3500 Mann nach Opfern und Wrackteilen. Am Sonntag waren elf Leichen aus dem Meer geborgen worden.

abl/dpa/Reuters



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