Mount Everest Lawine reißt Sherpas in den Tod

Schweres Unglück am Mount Everest: Beim Abgang einer Lawine sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Einheimischen wollten eine Route zum Gipfel präparieren.

AP/dpa

Katmandu - Eine Lawine am Mount Everest hat am Freitag mindestens zwölf Menschen in den Tod gerissen, sieben weitere wurden verletzt. Bei allen Opfern handele es sich um Sherpas, einheimische Bergsteiger, die vor dem Start der Klettersaison unterhalb des Gipfels arbeiteten, teilten die nepalesischen Behörden mit.

Nach dem Lawinenabgang am frühen Freitagmorgen seien mehrere Helikopter zur Unfallstelle zwischen Camp 1 und Camp 2 geschickt worden, sagte ein Sprecher des Tourismusministeriums in Katmandu. Auch Sherpas seien aufgestiegen, um am Berg nach Überlebenden zu suchen. Zwei schwer verletzte Nepalesen seien mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht worden, sagte der Sprecher, die Sherpas wollten seinen Angaben zufolge eine Route zum Gipfel präparieren. Drei weitere Bergsteiger würden noch vermisst.

Die Lawine löste sich nach seinen Angaben gegen 6.45 Uhr auf einer Höhe von 5800 Metern im sogenannten Popcorn-Feld, das auf der Route zum tückischen Khumbu-Eisfall liegt. Viele andere Kletterer seien von den Schneemassen verletzt worden, es gebe aber noch keine genaue Zahl.

Der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt. Jährlich versuchen Hunderte Bergsteiger den strapaziösen Aufstieg zum "Dach der Welt". Mehr als 300 Alpinisten kamen dabei bislang ums Leben.

Den großen Andrang am Mount Everest betrachten viele inzwischen mit Sorge. Im vergangenen Sommer lieferten sich europäische Bergsteiger und einheimische Träger eine Schlägerei, bei der mehrere Menschen verletzt wurden.

bos/AFP/dpa



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insgesamt 64 Beiträge
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Seite 1
diechefin 18.04.2014
1. Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf ?
Ohne die Sherpas käme niemand auf den Mount Everest . Warum müssen dekadente Westler auf diesen Berg ihn Respekt vor der Natur und den Einheimischen ?
hobbyleser 18.04.2014
2. Es ist und bleibt ein Berg
Die Abenteuerindustrie kann noch so viele Hochglanzbroschüren drucken und ganze Heere von Scherpas eine dreispurige Autobahn zum Gipfel präparieren. Der Berg wird immer seinen Tribut für diese Respektlosigkeit verlangen. Leider wird das wohl aber eher dazu führen, dass die gelangweilten Abenteuer-Geeks mit noch mehr Inbrunst vom Gipfelsturm erzählen können, wo schon so viele Menschen gestorben sind. Perfide!
Paul B. 18.04.2014
3. Bergleute?!
Schön schlecht...
Paul B. 18.04.2014
4. Bergleute?!
Schön schlecht...
maximalminimal 18.04.2014
5. wozu soll das gut sein?
Klar, es ist immer noch eine Leistung den Gipfel zu erreichen. Haben diese Leute alle Herausforderungen im Leben gemeistert und jetzt noch aufs Dach der Welt. Oder es ist doch eher so: Im Leben nichts erreicht aber diesen Berg Erklettert. Jeder von ihnen ein kleiner Messmer.
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