Blindgänger in München 250-Kilo-Fliegerbombe entschärft

Mehrere tausend Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen: Im Münchner Stadtteil Schwabing-West hat der Kampfmittelräumdienst einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.

Abgesperrtes Gelände in Schwabing-West
DPA

Abgesperrtes Gelände in Schwabing-West


Polizei und Feuerwehr haben nach der Entschärfung einer Fliegerbombe in München das Sperrgebiet mit Hunderten Wohnungen wieder freigegeben. Zwei Sprengmeister hatten zuvor den Zünder des Blindgängers entfernt und Entwarnung gegeben.

Eine Baufirma hatte die 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Dienstag auf einer Baustelle im Stadtteil Schwabing-West entdeckt. Am Mittwochmorgen begannen die Einsatzkräfte damit, das Gebiet in einem Umkreis von 500 Metern um den Fundort zu evakuieren. 8000 Menschen sind dort gemeldet.

Alle Straßen im Gefahrengebiet waren seit dem Mittag gesperrt. Auch mehrere Tram- und Buslinien verkehrten nicht. 20 Minuten nach der Entschärfung gab die Polizei bekannt, dass die Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. Die Anwohner, die in der Olympiahalle gewartet hatten, wurden mit Bussen nach Hause gefahren. Die Sprengmeister transportierten die Bombe ab.

Der aktuelle Fund weckte Erinnerungen an die "Schwabinger Fliegerbombe", die im August 2012 gefunden worden war. Rund 2500 Anwohner mussten damals bei Bekannten oder in Notunterkünften übernachten. Weil der Blindgänger nicht wie geplant entschärft werden konnte, wurde er von Spezialisten kontrolliert gesprengt. Die Explosion, die in der ganzen Stadt zu hören war, beschädigte einige umstehende Häuser.

wit/dpa



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