München: Amateurvideo zeigt brennendes Flugzeug

Angst und Entsetzen: Ein nun aufgetauchter Film zeigt, wie Reisende am Münchner Flughafen aus einer brennenden Air-Dolomiti-Maschine fliehen. Umständlich kraxeln die Passagiere aus dem Flieger - eine Evakuierung stellt man sich anders vor.

München - Es gibt keine Notrutschen und niemanden, der die umherirrenden Passagiere auf dem Rollfeld in Empfang nimmt. Manche springen einfach aus dem Flieger, nur am hinteren Ausgang ist eine Treppe heruntergelassen worden. Das Video eines Augenzeugen, das nun aufgetaucht ist, zeigt einen Zwischenfall mit einer Air-Dolomiti-Maschine auf dem Münchner Flughafen.

Wegen Rauchentwicklung am Hauptfahrwerk hatte der Pilot die Maschine am Sonntagabend kurz vor dem Start stoppen müssen. Bei dem Zwischenfall mit einem Flugzeug der Lufthansa-Tochter konnten die 59 Passagiere an Bord die Maschine ohne akute Gefährdung verlassen, betonten ein Sprecher des Flughafens und eine Sprecherin der Fluggesellschaft. "Das ist nicht alarmierend", bewertete die Sprecherin den Zwischenfall.

Die Maschine vom Typ ATR 72 auf dem Weg von München nach Bologna sei kurz nach 20 Uhr in Richtung Startbahn gerollt, als eine Anzeige den Piloten vor Rauchentwicklung gewarnt habe, sagte der Flughafensprecher. Daraufhin habe der Kapitän Alarm gegeben.

Eine Rauchentwicklung am Hauptfahrwerk der zweimotorigen Propellermaschine sei von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht worden, die Passagiere konnten die Maschine über eine Treppe verlassen und wurden mit Bussen zurück zum Terminal gebracht. Sie konnten ihren Flug später mit einer anderen Maschine antreten.

Das betroffene Flugzeug werde nun genau untersucht, die Ursache für die Rauchentwicklung sei aber noch nicht geklärt, sagte die Air-Dolomiti-Sprecherin. Mit 59 Passagieren und vier Crew-Mitgliedern an Bord sei das Flugzeug fast vollbesetzt gewesen. Insgesamt habe Air Dolomiti 19 Maschinen im Einsatz, erklärte die Sprecherin. Davon 14 vom Typ ATR.

jdl/AP

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insgesamt 703 Beiträge
derreibert 21.08.2008
Zwar sind Fluglinien wie Quantas, Lufthansa, Air France o.ä. teurer als viele Billigkonkurrenten, doch fühle ich mich bei ihnen sicherer. Irgendwo muss das Geld ja eingespart werden, wenn Flüge durch halb Europa für wenige Euro [...]
Zwar sind Fluglinien wie Quantas, Lufthansa, Air France o.ä. teurer als viele Billigkonkurrenten, doch fühle ich mich bei ihnen sicherer. Irgendwo muss das Geld ja eingespart werden, wenn Flüge durch halb Europa für wenige Euro angeboten werden. Bei dem Absturz einer Helios-Airways-Maschine 2005 und den vorangegangenen technischen Problemen dieser Fluglinie kam ans Licht, dass bei Ersatzteilen und Wartung gespart wurde. Bei Billig-Fliegern fühle ich mich NICHT sicher. Diese Spanische Fluglinie ist auch eine sehr günstige, doch ob dort an der falschen Stelle gespart wurde, können erst die Untersuchungen ans Tageslicht bringen.
Joachim Baum 21.08.2008
Immer noch sicherer als im Auto, die Unfallstatistik gibt mir in meinem Gefühl sogar Recht.
Zitat von sysopDas Unglück in Madrid schockierte Reisende und die Flugbranche. Wie sicher fühlen Sie sich derzeit beim Fliegen?
Immer noch sicherer als im Auto, die Unfallstatistik gibt mir in meinem Gefühl sogar Recht.
fucus-wakame 21.08.2008
Man kann auf moderne Verkehrsmittel durchaus verzichten (Flugzeug, Auto, Bahn) und auch mal häufiger zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Also ein aktiver Beitrag zur Sicherheit.
Man kann auf moderne Verkehrsmittel durchaus verzichten (Flugzeug, Auto, Bahn) und auch mal häufiger zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Also ein aktiver Beitrag zur Sicherheit.
Sackaboner 21.08.2008
Betrachtet man die Geschichte der Flugzeugunglücke, dann ist unverständlich, wie der Start trotz Mängeln freigegeben werden konnte. Vor einigen Jahren gab es ein ähnliches Unglück mit einer Concorde, bei der auch ein Triebwerk [...]
Betrachtet man die Geschichte der Flugzeugunglücke, dann ist unverständlich, wie der Start trotz Mängeln freigegeben werden konnte. Vor einigen Jahren gab es ein ähnliches Unglück mit einer Concorde, bei der auch ein Triebwerk brannte. Warum hat man nichts daraus gelernt und Kameras installiert, die den Piloten den Zustand der Triebwerke zeigen. Warum gibt es keine automatischen Feuerlöschanlagen in den Triebwerken? Bedarf es immer erst einer Katastrophe, damit augenscheinliche Mängel behoben werden?
deuterius 21.08.2008
Klar, wenn man im Dunstkreis seiner Behausung lebt. Arbeiten Sie ?
Zitat von fucus-wakameMan kann auf moderne Verkehrsmittel durchaus verzichten (Flugzeug, Auto, Bahn) und auch mal häufiger zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Also ein aktiver Beitrag zur Sicherheit.
Klar, wenn man im Dunstkreis seiner Behausung lebt. Arbeiten Sie ?
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