Unglück im Allwetterzoo Münster Tiger tötet 57-jährigen Tierpfleger

Ein Tiger hat einen Tierpfleger im Münsteraner Zoo mit einem Biss ins Genick getötet. Offenbar hatte der Mann das Tier bei der Arbeit im Gehege übersehen.


Münster - Im Allwetterzoo in Münster hat ein Tiger einen Tierpfleger angegriffen und tödlich verletzt. Wie die Feuerwehr mitteilte, handelt es sich bei dem Toten um einen 57-jährigen Mann.

Die Feuerwehr war am Donnerstagnachmittag gegen 16.30 Uhr zu einem Einsatz in den Zoo gerufen worden. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, war der Mann bereits tot.

Demnach hatte der Tierpfleger mehrere Tiger durch eine Schleuse in einen überdachten Teil des Geheges getrieben. Ein Tier habe er dabei wohl übersehen. Die Raubkatze habe den Pfleger angefallen, er wurde mit einem Biss ins Genick getötet.

Der Allwetterzoo hat sich bisher nicht zu dem Unfall geäußert. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Die Polizei sei jedoch vor Ort und habe die Ermittlungen aufgenommen, sagte ein Sprecher.

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten kritsierte nach dem Vorfall die Haltung von Tigern in deutschen Zoos. Großkatzen seien "höchst anspruchsvoll in der Haltung und potentiell extrem gefährlich", erklärte die Organisation.

Im August 2012 hatte ein ähnlicher Fall im Kölner Zoo für Schrecken gesorgt: Damals hatte ein Sibirischer Tiger eine Pflegerin angefallen und die 43-Jährige mit einem Biss in den Hals getötet. Sie hatte vergessen, die Raubkatze vor der Reinigung des Geheges einzusperren.

gam/dpa/AFP

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.