Münzkultur Mrs. 50 Pfennig ist tot

Heute wäre sie 90 Jahre alt geworden. Doch, wie erst jetzt bekannt wurde, starb die Frau, die auf allen deutschen 50-Pfennig-Stücken abgebildet war, bereits vor zwei Wochen. Jeder kannte Gerda Johanna Werner vom Sehen, aber kaum jemand wusste, wer sie war.


Gerda Werner pflanzt eine Eiche: Das Bild, das jeder kennt

Gerda Werner pflanzt eine Eiche: Das Bild, das jeder kennt

Oberursel - Konrad Adenauer, Willy Brandt, der Bundesadler - es war ein recht buntes und überwiegend politisches Grüppchen, dass sich vor der Einführung des Euro auf den Münzen der Bundesrepublik tummelte. Unter ihnen befand sich auch eine kniende Frau, die - wer es nicht wusste, wird es nicht gemerkt haben - eine Eiche pflanzte.

Die Frau hieß Gerda Johanna Werner. Geschaffen wurde ihre milliardenfach verbreitete Abbildung von Gatte Richard Martin Werner. Er hatte sich Ende der vierziger Jahre an einem Gestaltungswettbewerb der Bank deutscher Länder (später: Deutsche Bundesbank) beteiligt. Für die 50-Pfennig-Stücke war ein Motiv gesucht worden, das den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg darstellen sollte. Werner schlug eine junge Frau vor, die kniend eine Eiche pflanzt. Seine Frau diente dafür als Vorbild.


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Kurz nach der D-Mark-Einführung starb der Maler. Seine Frau behielt ihre Geschichte lange für sich. Erst in den achtziger Jahren wurde sie bekannt. Gerda Werner trat unter anderem in der ZDF-Sendung "Menschen" auf. Von der Erstausgabe 1949 bis zur Euro-Einführung am 1. Januar 2002 war die 50-Pfennig-Münze offizielles Zahlungsmittel in der Bundesrepublik Deutschland. Sie galt vielen Deutschen als die schönste aller Münzen.

Jetzt starb Werner, am Dienstag wird sie beigesetzt. Das teilte die hessische Stadt Oberursel heute mit. Medienberichten zufolge starb die Frau bereits am 14. August.



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