Nach Brandanschlag Bautzen beerdigt Pläne für Flüchtlingsheim

In Bautzen brannte im Februar ein früheres Hotel, das zum Flüchtlingsheim umgebaut werden sollte. Jetzt trat der Landkreis überraschend vom Mietvertrag zurück.

Ehemaliges Hotel in Bautzen
AP/dpa

Ehemaliges Hotel in Bautzen


Der Hauskomplex in Bautzen, der im Februar bei einem Brandanschlag beschädigt wurde, wird kein Flüchtlingsheim mehr. Ein Großteil der Gebäude sei derzeit nicht nutzbar und eine Teilnutzung unwirtschaftlich, teilte das Landratsamt mit. Der Landkreis trat demnach vom Mietvertrag für das ehemalige Hotel zurück, der Betreibervertrag wurde gekündigt.

Das Feuer am 21. Februar war vorsätzlich gelegt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden schloss nach Angaben eines Sprechers alle anderen Ursachen aus. "Wir sind zuversichtlich, dass wir den Brandstifter ermitteln", sagte der Sprecher.

Etliche Schaulustige hatten während des Brands offen ihre Freude gezeigt. Bis zum Dienstag hatte der Landkreis an seinen Nutzungsplänen für das Heim festgehalten. Nach einer Prüfung fiel die Entscheidung nun jedoch anders aus, wie es aus dem Landratsamt hieß. Ursprünglich sollten Ende März etwa 300 Asylbewerber einziehen.

sms/dpa

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