Nach Silvesterparty 60 Briten drei Tage lang in Pub eingeschneit

Verlängerte Sperrstunde in einem kleinen Pub in England: Auf insgesamt drei Tage mussten rund 60 Briten ihre Silvesterparty ausdehnen, weil die Kneipe komplett eingeschneit war. Die Wirtin hielt die Meute mit ihrem kleinen Team bei Laune.


London - Britische Zeitungen haben die Feier bereits zur längsten Silvesterparty des Landes gekürt, weil nirgendwo sonst die Gäste wegen starker Schneestürme drei Tage lang in einer Kneipe von der Außenwelt abgeschnitten waren. Völlig eingeschneit im "Tan Hill Inn" in Yorkshire, dem mit 518 Metern über dem Meeresspiegel höchstgelegenen englischen Pub, mussten rund 60 Nachtschwärmer nach dem Jahreswechsel länger als gedacht miteinander verbringen.

Ein Streufahrzeug und ein Schneepflug konnten sich erst am Sonntag den Weg durch die rund zwei Meter hohe Schneedecke zu den Eingeschlossenen bahnen.

"Abgesehen davon, dass niemand nach Hause konnte, war die Stimmung herrlich und gemeinschaftlich", sagte die Wirtin Tracy Daly. "Ich glaube, es gibt schlimmere Orte, an denen man eingeschneit werden kann, als einen Pub." Sie, ihr Mann und zwei Kellner hätten die Gäste seit der Silvesternacht bei Laune gehalten, mit Essen und Getränken versorgt und ihnen für umgerechnet elf Euro pro Nacht Zimmer angeboten.

"Wir waren ziemlich unterbesetzt, aber die Gäste waren toll. Sie haben uns immer wieder Pausen gegönnt, so dass wir nicht zu müde wurden", sagte die 45-jährige Daly.

jjc/AFP



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