Flughafen in Namibia Vogel reißt Loch in Flugzeugrumpf

Ein Vogel hat ein Loch in die Hülle eines Flugzeugs gerissen, das auf einem namibischen Flughafen landen wollte. Die mehr als hundert Passagiere an Bord kamen mit dem Schrecken davon.


Flugzeugpassagiere haben beim Landeanflug auf den Hosea Kutako International Airport in Windhoek eine Schrecksekunde erlebt: Ein Vogel kollidierte mit der Maschine und riss ein Loch in den Flugzeugrumpf. Eine Passagierin veröffentlichte ein Foto auf Twitter. Die Landung sei ruhig gewesen, "uns allen geht es gut", schrieb sie.

Der A319-100 der Fluggesellschaft Namibia Airlines hatte mehr als hundert Personen an Bord, berichtete die Zeitung "The Namibian". Ein Sprecher der Airline bestätigte den Vorfall, der sich bereits in der vergangenen Woche ereignete, aber erst jetzt bekannt wurde. Ingenieure aus Südafrika seien eingeflogen worden, um den Schaden zu beheben. Solche Vorfälle ließen sich leider nicht verhindern, sagte der Sprecher. Um was für einen Vogel es sich handelte, ist unklar.

Vogelschlag ist für Flugzeuge eine echte Gefahr. Laut Lufthansa prüfen bereits Triebwerkshersteller die Maschinen auf entsprechende Widerstandsfähigkeit. Zum Beispiel werde beim "large bird ingestion test" ein mindestens 3,65 kg schwerer Vogelkörper mit einer Geschwindigkeit von etwa 360 km/h aus einer Gaskanone in Triebwerke mit mindestens 3,9 Quadratmetern Einlassfläche geschossen.

Tatsächlich sind solche Unfälle mit Vögeln keine Seltenheit. Laut der Nichtregierungsorganisation Birdstrike Committee USA belaufen sich die Schäden durch Flugzeugkollisionen mit Vögeln und anderen Tieren auf mehr als 600 Millionen Dollar jährlich - allein in den USA. Im vergangenen Jahr etwa war die Nase einer Maschine von Turkish Airlines durch die Kollision mit einem Vogel demoliert worden.

ulz

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