Schwieriger Löscheinsatz Feuer im Nationalpark Berchtesgaden ausgebrochen

Am berühmten Königssee in Bayern steht ein Waldstück in Flammen. Der Einsatz gestaltet sich wegen des unwegsamen Geländes kompliziert. Die Brandursache ist unklar - die Ermittler haben aber einen Verdacht.

Königsee im Nationalpark Berchtesgaden (Archivbild)
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Königsee im Nationalpark Berchtesgaden (Archivbild)


Im bayerischen Nationalpark Berchtesgaden steht ein Waldstück oberhalb des Königssees in Flammen. Zahlreiche Kräfte der Feuerwehr seien im Einsatz, teilte die Polizei mit. Da die Stelle am steilen Ostufer im Bereich der Kesselwand schwer zugänglich ist, gestalten sich die Löscharbeiten schwierig.

Ein Hubschrauber mit Löschbehälter ist im Einsatz, um die Arbeiten zu unterstützen. Das brennende Gebiet sei etwa 15 mal 50 Meter groß, sagte ein Polizeisprecher. Ein Berufsjäger hatte in dem Gebiet im äußersten Süden von Bayern am frühen Morgen Rauch entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert. Die Brandursache ist unklar. Ein Blitzeinschlag sei nicht ausgeschlossen, sagte der Polizeisprecher. "Es gab gestern dort ein schweres Gewitter."

In Deutschland hatte es wegen der anhaltenden Trockenheit und Dürre zuletzt gehäuft Wald- und Feldbrände gegeben. Zuletzt hatte ein Böschungsbrand in Siegburg bei Bonn rasend schnell auf mehrere Häuser übergegriffen und die Bewohner überrascht. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, acht Häuser sind teils massiv beschädigt, die ICE-Strecke von Köln nach Frankfurt musste gesperrt werden.

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Siegburg: Flammen-Inferno an ICE-Strecke

Die nun angekündigten Gewitter und Starkregen würden die Waldbrandgefahr zunächst nicht bannen, sagte der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Hartmut Ziebs. "Wenn der Regen nur sturzartig runterkommt, läuft er an der Oberfläche weg", sagte er. "Man wird mit Überschwemmungen rechnen müssen." Notwendig sei vielmehr ein "schöner, leichter Sommerregen über zwei, drei Tage hinweg".

Besonders kleinere Flüsse drohen bei heftigen Regenfällen über die Ufer zu treten - so wie es zum Beispiel im Sommer 2017 in Südniedersachsen geschehen ist. In Hessen rückte die Feuerwehr in der vergangenen Nacht wegen heftiger Wolkenbrüche und Überschwemmungen bereits zu Hunderten Einsätzen aus.

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Gewitter und Starkregen: Land unter in Hessen

In ganz Deutschland sind für die nächsten Tage Schauer und Gewitter vorausgesagt. Zunächst bleibt es allerdings mit bis zu 38 Grad im Osten noch schwülheiß, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach berichtete. Heißester Ort Deutschlands war am Dienstag der Flughafen Köln/Bonn - dort wurden 38,3 Grad gemessen.

Am Donnerstag liegen die Höchstwerte im Westen voraussichtlich bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen zwischen 25 bis 30 Grad - auch wenn es sich wegen der Schwüle heißer anfühlen dürfte. Von Westen her naht eine breite Gewitterfront, die im Laufe des Nachmittags in Richtung Osten weiterzieht.

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mxw/dpa



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