Nationalpark Tongariro Vulkanausbruch hüllt Neuseelands Nordinsel in Asche

Der plötzliche Ausbruch des seit mehr als hundert Jahren schlummernden Vulkans Tongariro hat die Einwohner von Neuseelands Nordinsel aufgeschreckt. Es regnete Geröll, eine mächtige Aschewolke stieg auf.

DPA/ New Zealand Police

Wellington - Kurz vor Mitternacht wurden die Bewohner der neuseeländischen Nordinsel von einem lauten Krachen aufgeschreckt. Aus dem Vulkan Tongariro im gleichnamigen Nationalpark entwich Gas, etwa eine halbe Stunde lang regnete es Asche und Gestein.

Berichte über Verletzte oder Schäden in der dünn besiedelten Region lagen zunächst nicht vor. Hunderte Reisende strandeten, weil die Behörden wegen schlechter Sicht die Hauptflugverbindung zwischen der Hauptstadt Wellington und Auckland in der Nacht sperrten. Die Fluggesellschaft Air New Zealand strich mehrere Inlandsflüge.

Die Aschewolke driftete mehr als 200 Kilometer nach Osten bis zur Küstenstadt Napier. Rund um den Rotoaira-See legte sich eine mehrere Zentimeter dicke Schicht auf Häuser, Straßen und Felder.

Der fast 2000 Meter hohe Vulkan liegt in dem bei Touristen beliebten Nationalpark Tongariro, in dem viele Szenen des Films "Herr der Ringe" gedreht wurden. Es war der erste Ausbruch des Tongariro seit über hundert Jahren. Wissenschaftler hatten seit Wochen seismische Aktivität unter dem Berg registriert. Die Eruption sei dennoch überraschend gekommen, hieß es.

ala/dpa/dapd



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