Naturkatastrophe Schweres Erdbeben erschüttert Chile

Ein schweres Erdbeben hat am Sonntag die zentralchilenische Küste erschüttert. Es hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 7,1. Ersten Berichten des Katastrophenschutzes zufolge gab es keine Opfer und nur wenige Schäden.


Santiago de Chile - Die zentralchilenische Küste ist am Sonntagabend nach Angaben der US-Erdbebenwarte von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Beben habe eine Stärke von 7,1 gehabt, teilte die Warte mit, nachdem die Stärke zunächst mit 7,2 angegeben worden war.

Die Naturkatastrophe verlief glimpflich. Es seien weder Schäden noch Opfer gemeldet worden, teilte der Katastrophenschutz mit. Ein Mitarbeiter der Behörde berichtete aus der näher am Zentrum des Bebens gelegenen Region Araucania, dort seien lediglich Telefonleitungen beschädigt worden. Zudem gab es in der Region nach Angaben der nationalen Notstandsbehörde Stromausfälle.

Das Zentrum für Tsunami-Warnungen im Pazifik teilte mit, es werde "kein zerstörerischer pazifikweiter Tsunami erwartet", und es bestehe auch keine Tsunami-Gefahr für Hawaii. Der Erdstoß löste in der Bevölkerung zum Teil Panik aus. Zehntausende Küstenbewohner flohen aus Angst vor einem Tsunami an höher gelegene Orte.

Das Epizentrum lag den Angaben zufolge etwa 100 Kilometer nordwestlich der Stadt Temuco in einer Tiefe von 17 Kilometern - in der Nähe des Küstenabschnitts, der im Februar 2010 von einem Erdbeben der Stärke 8,8 erschüttert worden war. Temuco liegt rund 700 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile.

Bei dem Beben im Februar waren etwa 700 Personen ums Leben gekommen, der wirtschaftliche Schaden betrug 30 Milliarden Dollar. Chile hatte durch die Wiederaufbauprogramme und Rekordpreise für sein Hauptexportprodukt Kupfer einen wirtschaftlichen Aufschwung erfahren. Chile stellt 34 Prozent der weltweiten Kupferproduktion.

Das Land liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschließt, stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Diese sind ständig in Bewegung, weshalb Erdstöße keine Seltenheit sind.

ulz/Reuters/AFP



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Einmitbewohner 02.01.2011
1. Naturgewalten
Zitat von sysopEin schweres Erdbeben hat am Sonntag die zentralchilenische Küste erschüttert. Es hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 7,2. Über Schäden und mögliche Opfer war zunächst nichts bekannt. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,737405,00.html
Sie zeigen der `Krönung der Schöpfung` immer noch die Grenzen auf.
smerfs 02.01.2011
2. 2012
Zitat von sysopEin schweres Erdbeben hat am Sonntag die zentralchilenische Küste erschüttert. Es hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 7,2. Über Schäden und mögliche Opfer war zunächst nichts bekannt. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,737405,00.html
australien hochwasser, chile erbeben alles deutet auf eine von menschen verursachten klimawandel hin. sofort jegliche art von co2 ausstoss verbieten und steuern erhöhen! 2012 ist der weltuntergang!
Lucybell78, 02.01.2011
3. .
Hört das denn gar nicht mehr auf? Als ob Chile 2010 nicht schon genug Katastrophen abbekommen hätte, fängt 2011 ja "gut" an. Irgendwann muss das Pensum doch mal abgeschöpft sein...
Schäfer 02.01.2011
4. Epizentrum
Das Epizentrum lag nicht in 17 km Tiefe, wie im Artikel angegeben. Das weiss ich, obwohl ich gar nicht selbst da war.
Ampyx 02.01.2011
5. Schweres Erdbeben erschüttert Chile...
"und es bestehe auch keine Tsunami-Gefahr für Haiti." Dann passiert sicher auch nichts in Hamburg in der Brandstwiete!
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