Lima - Den Bewohnern des Andenlandes sitzt der Schrecken noch in den Knochen. Ein schweres Erdbeben hat am Freitag die Küste von Peru erschüttert. Das Beben der Stärke 6,9 ereignete sich um 20.54 Uhr rund 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima in der Küstenregion Ica, wie die peruanische Erdbebenwarte IGP mitteilte. Das Beben war auch in Lima zu spüren, wo zahlreiche Menschen aus den Gebäuden flüchteten. Ersten Berichten zufolge gab es keine Verletzten.
"Es gab Panik. Viel Panik. Aber Sachschäden wurden keine gemeldet", sagte der Polizist Ruben Vargas in Ica. Viele Menschen hätten sich auch fast eine halbe Stunde nach dem Erdbeben am frühen Nachmittag noch immer in den Straßen aufgehalten, sagte er. Nur langsam würden sie sich beruhigen.
Nach Angaben des IGP lag das Epizentrum des Bebens 117 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Ica. Im August 2007 waren bei einem Erdbeben der Stärke 7,9 in dieser Region mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche Gebäude eingestürzt oder beschädigt worden. Das Beben war laut IGP auch in Andenstädten wie Cuzco, Arequipa und Ayacucho zu spüren.
Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum gab zunächst keine Tsunamiwarnung für die Region aus. Im Jahr 2009 wurden in Peru mehr als 140 Erdbeben mit einer Stärke von 4,0 und mehr registriert. Das Andenland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem die seismische Aktivität besonders stark ist.
bos/dpa/dapd/AFP
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