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Neuer Zwischenfall: Messgeräte bei Air-France-Maschine fallen im Flug aus

Auf einem Air-France-Flug hat es einem Zeitungsbericht zufolge erneut Probleme mit Geschwindigkeitsmessern gegeben. Die Piloten hatten demnach rund eine Minute lang keine verlässlichen Informationen über das Tempo ihrer Maschine - obwohl der Airbus mit neuen Sonden ausgestattet war.

Paris - Neue Sonden, alte Probleme: Die Piloten eines Air-France-Fluges von Rom nach Paris haben etwa eine Minute lang keine verlässlichen Informationen über das Tempo ihrer Maschine bekommen. Dies berichtet die französische Tageszeitung "Le Figaro". Die Probleme mit den Geschwindigkeitsmessgeräten seien aufgetreten, obwohl der betroffene Airbus A 320 mit neuen Sonden ausgestattet gewesen sein soll.

Air-France-Maschine: Tempo-Sonden funktionierten nicht Zur Großansicht
Reuters

Air-France-Maschine: Tempo-Sonden funktionierten nicht

Bei dem Zwischenfall auf dem Weg zwischen Rom und Paris am 13. Juli soll nach Angaben des "Figaro" keine Gefahr für die Passagiere bestanden haben. Die Fluggesellschaft lasse den Vorfall jedoch derzeit untersuchen. Die Pilotengewerkschaft SNPL warnte, dass Probleme dieser Art ein schwerwiegendes Vorkommnis seien.

Sogenannte Pitot-Sonden hatten auch kurz vor dem Absturz der Air-France-Maschine am 1. Juni über dem Atlantik falsche Messwerte geliefert. Der Airbus A330-200 der Air France war auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris in den Atlantik gestürzt - mit 228 Menschen an Bord.

Unmittelbar vor dem Absturz schickten verschiedene Geräte des Jets zahlreiche Fehlermeldungen. Demnach zeigten Pitot-Sonden unterschiedliche Werte an.

Ob die Probleme mit den Messgeräten vom Typ Thales AA eine der Ursachen des Unglücks waren, ist bislang jedoch unklar. Air France hatte nach dem Absturz der Maschine am Pfingstmontag vorsorglich den Austausch alle Pitot-Sonden des Typs Thales AA angeordnet.

Im Atlantik wurden die Leichen von 51 Opfern geborgen. Unter ihnen waren die sterblichen Überreste des Flugkapitäns und eines Stewards sowie dreier deutscher Passagiere. Brasilien und Frankreich stellten die Bergungs- und Sucharbeiten am Absturzort knapp vier Wochen nach dem Unglück ein. Die Leichen der übrigen 178 Insassen blieben verschollen.

Computerpannen an Bord von Flugzeugen häuften sich zuletzt. Im vergangenen Oktober etwa ging ein Airbus 330 der australischen Airline Qantas auf einem Flug von Singapur nach Perth in einen unkontrollierten Sinkflug. Ursache hier war wohl der Bordrechner, der durch falsche Impulse angenommen hatte, das Flugzeug würde gefährlich steigen - und einen Sinkflug einleitete, um die Maschine vermeintlich zu retten.

wit/dpa

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