Neujahr in Japan Wieder Menschen an Reisklößen erstickt


Tokio - In Japan sind auch in diesem Jahr wieder Menschen zum Neujahrsfest an traditionellen "O-Mochi"-Reisklößen erstickt. Wie die Polizei mitteilte, waren die klebrigen Bällchen aus gestampftem Reis am ersten Neujahrstag einem 79 Jahre alten Mann sowie einer 63-jährigen Frau in der Kehle stecken geblieben. Obgleich jeder in Japan die Gefahr kennt und alljährlich meist ältere Menschen tödliche Erstickungsanfälle erleiden, will keiner zum Neujahrsfest auf "O-Mochi" verzichten.

Gesundheitsexperten erteilen daher immer wieder zu Neujahr praktische "O-Mochi"-Notfalltipps für den Familiengebrauch. Danach soll man zunächst versuchen, das stecken gebliebene Reisbällchen mit Hilfe eines mit Gaze umwickelten Fingers aus der Kehle des Opfers zu holen. Gelinge dies nicht, sollte das Opfer vornüber gebeugt oder bäuchlings auf einen Stuhl gelegt werden. Anschließend das Kinn nach vorne strecken und vier Mal mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter schlagen. Als weniger empfehlenswert gilt die Methode, dem Kloß im Hals mit dem Staubsauger beizukommen.



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