Wellington - Trauriges Ende für Happy Feet junior: Ein in Neuseeland ausgezehrt aufgefundener Haubenpinguin hat eine 1600 Kilometer lange Odyssee von seiner Heimat bis zur neuseeländischen Nordinsel nicht verkraftet. Der Vogel war am Sonntag von Wanderern am Strand entdeckt und in den Zoo von Wellington gebracht worden.
Tierärztin Lisa Argilla teilte dort am Freitag mit, der Pinguin sei vermutlich an einem mehrfachen Organversagen gestorben. Er sei stark untergewichtig gewesen und habe keine Reserven mehr gehabt. Seine Überlebenschancen waren lediglich auf 20 bis 30 Prozent geschätzt worden.
Der Findelpinguin rief Erinnerungen an einen 2011 gestrandeten Kaiserpinguin wach. Der Vogel mit dem Spitznamen Happy Feet - benannt nach dem gleichnamigen Zeichentrickfilm (2006) über den steppenden Pinguin Mumble - war den Neuseeländern ans Herz gewachsen, bevor er wieder freigelassen wurde. Daher bekam der Haubenpinguin jetzt von neuseeländischen Medien den Namen Happy Feet junior verpasst. Er war erst der vierte Haubenpinguin, der in den vergangenen hundert Jahren auf der Nordinsel gefunden wurde.
Haubenpinguine leben hauptsächlich auf der Macquarie-Insel, etwa auf halbem Weg zwischen Neuseeland und der Antarktis. Der Findling war etwa ein Jahr alt, 50 Zentimeter groß, knapp 2,7 Kilogramm schwer und unbestimmten Geschlechts, sagte Argilla.
wit/AP
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