Neuseeland Mann isst eigenen Finger

Er wollte aufschrecken, und das ist ihm zweifellos gelungen: Ein Neuseeländer hat seinen kleinen Finger gegessen. Heute bereut der Mann die Tat - auf seine Mitbewohner wirkt sie offenbar nicht abstoßend.


Wellington - Ein Neuseeländer hat das Verspeisen seines kleinen Fingers als Hilfeschrei beschrieben. Er habe an einer Psychose gelitten und keine medizinische Hilfe erhalten. Deshalb habe er seinen Finger abgeschnitten und gegessen, sagte der Mann laut der Zeitung "New Zealand Herald". Er habe jedes Vertrauen in das Gesundheitssystem verloren und mit seiner Aktion aufschrecken wollen.

Psychiater und Psychologen hatten im Fachblatt "Australasian Psychiatry" erklärt, dass es sich um einen von lediglich acht weltweit jemals registrierten Fällen von Selbst-Kannibalismus handle. Den Experten zufolge litt der Mann zu dem Zeitpunkt im Jahr 2009 an einer leichten Depression sowie an Schlaflosigkeit und Selbstmordgedanken. Der damals 28-Jährige habe aber keine Psychose gehabt.

Der Mann, der nach eigenen Angaben ein buddhistischer Vegetarier ist, sagte dem "New Zealand Herald", er bereue seine Tat heute. Er habe damals anderen psychisch Kranken Mut machen wollen, Hilfe zu suchen. Seine derzeitigen Mitbewohner seien indes nicht entsetzt gewesen, als er ihnen davon erzählte. "Sie fragten mich, wie es schmeckte", sagte er.

ulz/AFP



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