Sechs junge Tiere enthauptet Neuseeland rätselt über Tod von Pelzrobben

Zunächst gingen die Behörden von einem Verbrechen aus: Sechs tote Robbenbabys waren ohne Köpfe und Flossen an einem Strand entdeckt worden. Nun steht fest: Menschen sind dafür nicht verantwortlich.

Küste bei Scenery Nook
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Küste bei Scenery Nook


Der Tod von sechs kleinen Pelzrobben in Neuseeland, die ohne Köpfe und Flossen an einem Strand gefunden wurden, gibt weiter Rätsel auf. Die zuständige Artenschutzbehörde schloss nach einer längeren Untersuchung samt Autopsie aus, dass die Jungtiere von Menschen getötet wurden.

"Wir sind sehr zufrieden damit, dass wir mit unseren ersten Annahmen unrecht hatten und keine Menschen dafür verantwortlich sind", sagte Behördenchef Andy Thompson.

Die Tiere waren Ende vergangenen Jahres an einem Strand bei Scenery Nook auf der Südinsel Neuseelands entdeckt worden. Ihre Kadaver trieben ohne Kopf und ohne Flossen im seichten Wasser. Ansonsten wiesen ihre Körper keine Bisswunden auf. Wie die Jungtiere zu Tode kamen, weiß man immer noch nicht.

50.000 Pelzrobben in Neuseeland

Vermutet wird, dass sie von anderen Pelzrobben getötet worden sein könnten - was allerdings in Neuseeland noch nie vorkam. Möglich ist auch, dass sie größeren Robben zum Opfer fielen. Allerdings soll es in der Nähe des Fundorts kaum größere Tiere geben.

Wildhüter hatten im Dezember von einer "grausamen und sinnlosen" Tat gesprochen. "Angesichts der verstörenden, brutalen und gewaltsamen Natur dieses Verbrechens, wurde es bei der Polizei angezeigt", sagte Thompson damals. "Wir halten es für unwahrscheinlich, dass Haie die Köpfe von sechs Robben abbeißen und die Körper unversehrt lassen."

An Neuseelands Küsten leben nach Schätzungen mehr als 50.000 Pelzrobben. Sie stehen unter Artenschutz. Früher wurde ihr Fell zu Höchstpreisen gehandelt und zu teuren Mänteln verarbeitet. Die Tiere standen kurz vor dem Aussterben. Die Jagd auf sie ist nun aber längst verboten.

wit/dpa



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