New York 24 Grad im Februar

T-Shirt-Wetter im Februar: In New York freuen sich die Menschen über einen Wärmerekord. Das Thermometer kletterte so hoch wie noch nie zu dieser Jahreszeit.

REUTERS

Der Nationale Wetterdienst hat für New York einen neuen Wärmerekord im Monat Februar gemeldet. Am frühen Nachmittag sei die Quecksilbersäule auf 24 Grad Celsius gestiegen.

Zum Vergleich: Der bisher wärmste 21. Februar wurde im Jahr 1930 registriert, als 20 Grad erreicht wurden, wie die New Yorker Meteorologin Faye Morrone mitteilte. Die Temperaturen vom Mittwoch, gemessen im Central Park, sind ihren Angaben zufolge auch ein Rekord für den gesamten Monat Februar: Die bislang höchste Temperatur von 23,88 Grad wurde 1930 und 1985 gemessen.

Das ungewöhnlich warme Wetter, das sich über weite Teile des Nordostens der USA erstreckt, wird nach Prognosen von Meteorologen allerdings nicht lange anhalten. Am Donnerstag wird Morrone zufolge wieder sehr kalt: Die Temperaturen rutschen dann auf 7,2 Grad.

Normal wirkt das alles trotzdem nicht. Denn nicht nur im Nordosten der USA sind die Temperaturen für Februar ungewöhnlich warm. Wie die Washington Post berichtet, liegen die Temperaturen auch in der Arktis weit über dem für die Jahreszeit normalen Level - ein deutlicher Indikator für den raschen Klimawandel auf der Erde.

"Wie verrückt ist das?"

Am Montag und Dienstag seien an der nördlichsten Wetterstation der Erde, in Cape Morris Jesup an der nördlichen Spitze von Grönland, über einen Zeitraum von mehr als 24 Stunden Temperaturen über dem Gefrierpunkt gemessen worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf das Dänische Institut für Meteorologie.

"Wie verrückt ist das?", schrieb der Physiker Robert Rhode von der Universität Berkeley. Man habe doch arktischen Winter, und trotzdem würde es nicht frieren.

Warme Luft strömt derzeit den Angaben zufolge von allen Seiten Richtung Arktis. Im Norden Alaskas würden die Temperaturen knapp unter Null liegen - 22 Grad mehr als sonst üblich. Im Beringmeer an Alaskas Westküste sei Mitte Februar innerhalb einer Woche bereits ein Drittel des Eises geschmolzen, das das Meer zu dieser Zeit bedecke, berichtet InsideClimateNews.

Nach einer Untersuchung des Instituts Climate Central könnten die besonderen Wärmephänomene in der Arktis, die früher selten vorgekommen seien, im Zuge einer weiteren Erderwärmung künftig Normalität werden.

fok/AFP



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