Westminster Dog Show Sky ist das Limit

Das Fell in Form gebürstet, der Schritt sicher, die Haltung tadellos: Sky ist bei der Westminster Dog Show in New York zum "Besten Hund im Wettbewerb" gekürt worden. Betreuer der Foxterrierdame vergleichen die Leistungsschau mit den Oscars - und hoffen nun auf reichliches Interesse anderer Züchter.

AFP

New York - Mit einer souveränen Performance hat Foxterrierdame Sky bei der Westminster Dog Show in New York den Preis als "Bester Hund im Wettbewerb" gewonnen. Sie folgt damit auf Affenpinscher Banana Joe, top dog im vergangenen Jahr.

Salopp gesagt bekam Sky einen Preis dafür, besonders gut einem von Menschen erdachten Ideal zu entsprechen. Die fünfjährige Hündin sei "in hervorragendem Zustand und wurde fachmännisch präsentiert", sagte Betty Regina Leininger, die Sky zur Siegerin kürte. Bewertet wurde die Erscheinung des Hundes, verglichen mit einem festgelegten Rassestandard.

Die Hundeschau gilt in den USA als eine der traditionsreichsten Sportveranstaltungen. Sie fand schon zum 138. Mal statt, insgesamt 190 Rassen waren vertreten.

Der Preis für den "Besten Hund" wird seit 1907 verliehen. Mit ihrem Sieg steht Sky in guter Tradition: Foxterrier sind bei der Hundeschau die erfolgreichste Rasse, haben schon 14-mal gewonnen, zuletzt 1992.

Skys Betreuer Gabriel Rangel hofft nun, dass der Erfolg die fünfjährige Hündin zu einer begehrten Partnerin für Hunde anderer Züchter macht. "Sie ist ein kleiner perfekter Hund. Sie weiß, was man tun will. Man stellt sie auf den Tisch und sie ist sofort bereit, sich kämmen zu lassen." Ob das tatsächlich einen perfekten Hund ausmacht, sei dahingestellt.

"Es ist, als ob man einen Oscar gewinnt, auf diese Dinge hofft man einfach", sagte Torie Steele, eine von Skys Besitzern. Unter anderem ließ Sky einen Pudel namens Ally, Bloodhound Nathan, Pinscher Classie und Corgie Coco Posh hinter sich.

ulz/Reuters



insgesamt 6 Beiträge
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Celestine 12.02.2014
1. Dog Beauty Pageant
"Die Hundeschau gilt in den USA als eine der traditionsreichsten Sportveranstaltungen." Was hat eine Hundeshow mit einer Sportveranstaltung zu tun? Es ist eine Liebhaberei für Hundenarren bzw. nur ein Geschäft für professionelle Züchter. Es ist nichts weiter als ein Schönheitswettbewerb für Hunde. Es geht hauptsächlich darum, die äußerlichen charakteristischen Merkmale einer Hunderasse zu beurteilen. Das Verhalten wird nicht artgerecht beurteilt, sondern nur bzgl. der Eigenschaften, welche im Umgang mit dem Menschen erwünscht sind. Die Hundeshows tragen die Verantwortung für viel Leid bei den Tieren. Weil fast ausschließlich anhand äußerlicher Merkmale gezüchtet wird, wobei diese sich nach den jeweiligen Trends richten, ist es zu vielen grotesken Qualzüchtungen gekommen, welche bei den Hunden ein chronisches Leiden verursachen und sogar zum Tod führen können.
Ylex 12.02.2014
2. Schrecklich
Was für schreckliche Fotos! Wenn der Hund Sky die Erwartungen der Menschen am besten erfüllt, dann sollte sich sein Herrchen besser im Hintergrund halten, um den Eindruck nicht zu konterkarieren. Fratzen über Fratzen, man mag gar nicht hinschauen... ich meine nicht die Hunde. Für mich stellt sich bei solchen Anblicken immer unwillkürlich die Frage, inwieweit dieser Rassenwahn auch unter den Menschen ausgeprägt ist.
Hank Hill 12.02.2014
3. Sehr zu empfehlen
ist hier die Pseudo Doku Best In Show von Christopher Guest der auch Spinal Tap gemacht hat. Sehr lustig.
Psycha 12.02.2014
4. Wer Hunde wirklich liebt,
geht in ein Tierheim und sucht sich einen aus oder wendet sich an Organisationen, die Tiere aus Spanien, Rumänien, Ungarn.... importieren. Jetzt kann man drauf warten, dass diese Rasse en masse gezüchtet wird. Was folgt sind Inzuchtschäden (bei der Rasse Bobtails gab es zum Schluss nur noch taube oder blinde Exemplare oder sogar beides in einem Exemplar). Und dann kann man darauf warten, dass sie in den Tierheimen auftauchen. In Amerika werden sie dann nach einer gewissen Zeit einfach euthanasiert. Das ist dort nicht die Ausnahme sondern die Regel.
edgar0815 12.02.2014
5. degenerierte Welt
Es ist abstoßend, Rassehunde nach absurden Kriterien zu züchten und damit vor aller Welt anzugeben, während die Tierheime aus allen Nähten platzen. Züchter und deren Kunden sind verantwortungslose Egomanen, aber ganz sicher keine Tierfreunde. Man sucht sich schließlich auch seine Menschenfreunde nicht nach ihrer Optik aus.
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