New Yorker Tradition: Baum zu glauben

Rod Stewart trat auf. Bette Midler, Mariah Carey und Billy Crystal schauten ebenso vorbei wie Zehntausende Schaulustige. Das Fernsehen übertrug live. Und das alles wegen eines Baums? Ja. Aber eben wegen eines ganz bestimmten.

New York - Seit 80 Jahren gibt es in New York einen Tag, der den Start der Weihnachtssaison markiert. Wenn am Rockefeller Center in Manhattan die Lichter am Weihnachtsbaum leuchten, darf endlich gefühlige Stimmung einkehren und - viel wichtiger - endlich ungehemmt der Einkaufswahn vor dem großen Fest starten. Kein Wunder also, dass Kaufwütige ebenso wie Weihnachtsromantiker diesen Tag herbeisehnen.

Es versteht sich von selbst, dass es nicht damit getan ist, einfach den Schalter für die Beleuchtung umzulegen. Nein, die Leute wollen etwas geboten bekommen - wieso sollten sie sonst wie am Mittwochabend bei Eiseskälte stundenlang herumstehen?

Zehntausende Menschen verfolgten am Ort das Spektakel, das auch im Fernsehen übertragen wurde. Stars wie Rod Stewart, Tony Bennett und Cee Lo Green sangen Weihnachtslieder, andere Promis wie Bette Midler und Billy Crystal schauten ebenfalls vorbei. Als Bürgermeister Michael Bloomberg auf einen Knopf drückte und damit die 45.000 bunten Lichter am Baum zum Leuchten brachte, jubelten die Zuschauer. Und bei manchen löste die kitschige Rührseligkeit romantische Gefühle aus.

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Weihnachtsbaum am Rockefeller Center: Alles so schön kitschig hier
Alle Beteiligten konnten froh sein, überhaupt einen angemessenen Baum zu haben. Die rund 25 Meter hohe und zehn Tonnen schwere Fichte stammt aus New Jersey, dem Bundesstaat, der mit am schwersten von Wirbelsturm "Sandy" betroffen war. Besitzer Joe Balku hatte durch den Hurrikan einige andere Bäume verloren und war wie viele andere Bewohner der betroffenen Gebiete tagelang ohne Strom.

Der Baum wird bis zum 7. Januar am Rockefeller Center zu sehen sein. Nach Schätzungen der Veranstalter werden ihn bis dahin jeden Tag etwa 750.000 Menschen betrachten. Danach wird er zu Bauholz für die Hilfsorganisation Habitat for Humanity verarbeitet.

ulz/dpa/dapd

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