New York - Passanten bildeten lange Schlangen. Eifrig füllten sie die Formulare aus. Die Menschenaufläufe bei einer kostenlosen Verteilung von Sex-Spielzeug haben in New York zu Verkehrsstaus geführt. Die Aktion eines US-Kondomherstellers lockte am Mittwochabend in Manhattan derart viele Interessenten an, dass die Stadtverwaltung sie unter Verweis auf die "Beeinträchtigung des Verkehrs auf den Bürgersteigen und auf der Fahrbahn" unterbrechen musste.
Das Unternehmen teilte daraufhin auf seiner Facebook-Seite mit, bei der ersten Verteilung am Mittwoch habe es sich bloß um das Vorspiel gehandelt und kündigte an, weiter von Bauchläden aus, wie sie sonst Hot-Dog-Verkäufer benutzen, 10.000 vibrierende Objekte gratis unter die Leute bringen zu wollen - "die größte Verteilung von Vibratoren in der Geschichte".
Auf Anweisung des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg durfte das Spektakel am Donnerstag weitergehen. Allerdings mit den "dazugehörigen Genehmigungen", wie es hieß.
Die Mitarbeiter des Unternehmens dürften sich derweil befriedigt die Hände reiben. Denn die Verteil-Aktion sorgte für ein lautes Medien-Echo - und bescherte der Firma einen wahren Marketing-Coup. "Überraschung im Hot-Dog-Wagen" titelte die "New York Times" bereits im Vorfeld. "Vibratoren-Verteilung in New York City wegen Menschenmassen unterbrochen" schrieb die "Huffington Post" über den Coitus interruptus der Schnäppchenjäger. Und der Sender CBS meldete gar, die Firma "verteile Liebe". Ob das tatsächlich der gängigen Meinung entspricht, bleibt wohl Ansichtssache.
bos/AFP
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