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News-Ticker: Die neuesten Nachrichten aus London

In der britischen Hauptstadt hat es am Donnerstagmorgen mehrere Explosionen gegeben. Betroffen waren die U-Bahn und ein Bus. Wie sich die Nachrichtenlage entwickelte, lesen Sie im News-Ticker von SPIEGEL ONLINE.

+++ Italien bleibt bei Zeitplan für Irak-Abzug +++

[21.45] Trotz neuer Anschlagsdrohungen radikaler Islamisten will Italien seinen Abzug aus dem Irak nicht beschleunigen. "Wir müssen unsere Verpflichtungen einhalten und können die Arbeit nicht halbfertig zurücklassen", sagte Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Freitag nach dem G-8-Treffen im schottischen Gleneagles.

+++ Wochenlange Ausfälle im Londoner U-Bahnnetz erwartet +++

[21.00] Wegen der Bombenanschläge vom Donnerstag könnte es noch wochenlang zu Ausfällen im Londoner U-Bahnnetz kommen. "Wir erwarten, dass der Betrieb auf dem zentralen Teil der Piccadilly Line für mehrere Wochen nicht wieder aufgenommen werden kann", teilte die Betreibergesellschaft "Transport for London" mit. Dagegen hoffe man, die Circle und Hammersmith und City Linien innerhalb von Tagen wieder in Gang bringen zu können.

+++ Scotland Yard bestätigt 49 Todesopfer +++

[17.40] Nach Angaben der Polizei sind 49 Menschen bei den Explosionen umgekommen. Man rechne mit weiteren Leichen, die zurzeit noch gesucht würden, sagt ein Sprecher.

+++ Queen mahnt zum Durchhalten +++

[17.11] Die Terrorangriffe werden "unseren Lebensstil nicht ändern", sagt Königin Elizabeth II. "Grausamkeiten wie diese werden uns nur bestärken in unserer Gemeinschaft, unserer Menschlichkeit und unseren Glauben an die Macht des Gesetzes. Das ist eine eindeutige Botschaft von uns allen."

+++ Noch keine Verdächtigen in Haft +++

[17.04] Bislang hat die Polizei noch niemanden wegen der Anschläge in London festgenommen. "Wir haben aber viele, viele Zeugen", sagt ein Polizeisprecher.

+++ Londons Bürgermeister bringt Irak-Politik und Anschläge in Zusammenhang +++

[16.58] "Die Stadt wäre nicht das Ziel von Anschlägen gewesen, wenn Großbritannien keine Truppen im Irak hätte", sagt Ken Livingstone, Bürgermeister von London.

+++ Polizei geht von mehreren Attentätern aus +++

[16.46] Die Anschläge sind nach Angaben der Ermittler von mehr als einer Person ausgeführt worden.

+++ Polizei: 13 Menschen starben im Bus +++

[16.33] Ein Polizeisprecher bestätigt, dass 13 Menschen bei dem Anschlag auf einen Doppeldeckerbus am Tavistock Square zu Tode gekommen sind.

+++ Neue Terrordrohungen gegen Italien +++

[16.15] Im Internet tauchen erneut Terror-Drohungen gegen Italien auf. Eine Gruppe, die angab, sich an dem saudi-arabischen Islamisten Lewis Attiyattullah zu orientieren, richtet sich speziell an den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi: "Mit Berlusconi haben wir eine alte Rechnung offen, die er noch nicht beglichen hat", zitierte die Nachrichtenagentur Ansa das Schreiben.

+++ Queen besucht Verletzte +++

[16.08] Ein Hubschrauber mit Königin Elizabeth II. an Bord landet in der Nähe des Royal London Hospital. Dort besucht sie Opfer der Anschläge.

+++ US-Basen sollen Sicherheit prüfen +++

[15.17] Das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Europa hat die Kommandeure der US-Militärstützpunkte zur Überprüfung der Sicherheit aufgefordert. Die US-Basen in Deutschland und anderen Ländern sollten ihre Vorkehrungen gegen mögliche Terroranschläge gegebenenfalls nachrüsten. In Großbritannien wurden die Schutzmaßnahmen bereits verstärkt worden.

+++ Neues Sicherheitskonzept für Weltjugendtag +++

[14.43] Die Behörden stellen ihr gesamtes Sicherungskonzept für den Weltjugendtag auf den Prüfstand. Rund um den Papstbesuch herrscht außerdem nach Angaben des Düsseldorfer Innenministeriums die höchste Sicherheitsstufe.

+++ Spanische Polizei schickt Spezialisten +++

[13.53] Die spanische Polizei unterstützt die Ermittlungen nach den Terroranschlägen von London. Mehrere Mitglieder einer Sondereinheit wollten noch am gleichen Tag in die britische Hauptstadt reisen. Dies geschehe auf Bitten der britischen Behörden und bedeutet nicht, dass eine Verbindung zwischen den Anschlägen und Terroristen in Spanien bestehe, sagt ein Behördensprecher. Die Sonderermittler untersuchten im vergangenen Jahr die Bombenanschläge von Madrid, die 191 Menschen das Leben kosteten.

+++ "Hoffnung ist die Antwort auf Hass" +++

[13.53] Die G-8-Staaten und die afrikanischen Länder haben die Bomben-Anschlägen in London scharf verurteilt. Der britische Premier und Gastgeber Tony Blair verliest eine entsprechende Erklärung beim G8-Gipfel im schottischen Gleneagles. "Hoffnung ist die Antwort auf Hass", sagt Blair.

+++ Schweden bereiten neues Antiterror-Gesetz vor +++

[13.14] Die schwedische Regierung will als Konsequenz aus den Anschlägen in London ein neues Antiterror-Gesetz im Reichstag einbringen. Es werde dabei vor allem um erweiterte Möglichkeiten für den Einsatz der Armee zur Terrorabwehr gehen, sagt der für Sicherheitsfragen zuständige Kanzleichef von Ministerpräsident Göran Persson, Lars Danielsson, im Rundfunk.

+++ Nato will Terrorismus schärfer bekämpfen +++

[12.52] Die Nato will den Kampf gegen den weltweiten Terrorismus noch entschlossener fortsetzen. "Die Ereignisse stärken nur die Entschlossenheit der Verbündeten, die Operationen gegen den Terrorismus gemeinsam fortzusetzen", sagte Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer nach einer Sondersitzung des Nato-Rates in Brüssel. "Die tragischen Ereignisse sind kein Grund zur Verzweiflung, sondern ein Grund zur Verdoppelung unserer Bemühungen."

+++ Polizei bestätigt mehr als 50 Tote +++

[12.13] Bei den Terroranschlägen sind mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Das hat der Londoner Polizeichef Ian Blair am Freitag mitgeteilt. 700 Menschen wurden verletzt.

+++ Ajatollah: Terroristen haben nichts mit Islam zu tun +++

[11.52] Die Urheber des terroristischen Angriffs in London haben nach den Worten des ultrakonservativen Ajatollah Emami Kaschani nichts mit dem Islam zu tun. «Diese Barbaren haben weder etwas mit dem Islam zu tun, noch mit Menschlichkeit», sagte Kaschani während des Freitagsgebets in der iranischen Hauptstadt Teheran. Der Ajatollah lobte den britischen Premier Tony Blair, dass er zwischen dem Islam und radikalen Islamisten unterschieden habe.

+++ Zahl der Verletzten Deutsche steigt auf vier +++

[11.42] Unter den vier Betroffenen sei eine schwer verletzte Person. Bislang hatte die Bundesanwaltschaft von drei Verletzten gesprochen. Die neuen Angaben stammten von Regierungssprecher Thomas Steg.

+++ Entwarnung an der Liverpool-Street-Station +++

[11.18] Die U-Bahn-Station Liverpool Street wird wieder geöffnet. Der kurz zuvor ausgerufene Alarm sei wieder aufgehoben worden, berichtet der Fernsehsender BBC. Ein verdächtiges Paket entpuppt sich als harmlos.

+++ Generalbundesanwalt nimmt Ermittlungen auf +++

[11.12] Weil bei den Anschlägen deutsche Staatsbürger verletzt wurden, leitet Generalbundesanwalt Kay Nehm ein Ermittlungsverfahren gegen Mitglieder einer ausländischen terroristischen Vereinigung ein. Die Verfolgung auch ausländischer Terrororganisationen durch die Bundesanwaltschaft wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geschaffen.

+++ Schily ordnet Trauerbeflaggung an +++

[10.58] In Berlin und Bonn werden die Fahnen an Ministerien und anderen Gebäuden der Bundesverwaltung auf Halbmast gesetzt. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) habe die Trauerbeflaggung angeordnet, teilt sein Ministerium mit.

+++ Drei verletzte Deutsche gemeldet +++

[10.38] Bei den Anschlägen wurden drei deutsche Staatsbürger verletzt. Es handelt sich nach um zwei Frauen und einen Mann, teilt die Bundesanwaltschaft mit. Keiner der drei schwebt in Lebensgefahr.

+++ U-Bahn-Station Liverpool Street evakuiert +++

[10.37] Das Gebiet um die Londoner U-Bahnstation Liverpool Street wird geräumt, meldet "Sky News". Die Polizei teilt mit, dass ein verdächtiges Paket nahe dem U-Bahnhof in einer Bar gefunden worden sei.

+++ Erhöhte Alarmbereitschaft für dänische Polizei angeordnet +++

[10.09] Die dänische Regierung ordnet eine erhöhte landesweite Alarmbereitschaft für die Polizei an. Die "Gesamtheit der nachrichtendienstlichen Erkenntnisse" sei dafür ausschlaggebend gewesen, sagte Wirtschaftsminister Bendt Bendtsen im Rundfunk. Er nennt keine Einzelheiten. Dänemark war in einem al-Qaida-Bekennerschreiben zu den Anschlägen neben Italien und weiteren Verbündeten der USA im Irak und in Afghanistan als mögliches nächstes Terrorziel genannt worden.

+++ Zwei Deutsche bei Terroranschlägen verletzt +++

[10.04] Bei den Terroranschlägen von London zwei Deutsche verletzt worden. Die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich und teils ambulant behandelt worden, teilt das Auswärtige Amt mit. Die deutsche Botschaft stehe mit den Betroffenen und deren Angehörigen in Kontakt. Jedem Hinweis auf mögliche weitere deutsche Opfer werde nachgegangen. Die Nationalität der mindestens 37 Todesopfer und 700 Verletzten ist den Angaben zufolge noch nicht vollständig ermittelt.

+++ Alarm am Bahnhof Euston aufgehoben +++

[9.52] Der Fernsehsender "Sky News" meldet, dass die Polizei den Sicherheitsalarm an der Euston aufgehoben hat.

+++ Bahnhof Euston wird evakuiert +++

[9.38] Die britische Transportpolizei meldet einen Sicherheitsalarm im der Euston Station. Der Bahnhof wird geräumt.

+++ Queen will Verletzte besuchen +++

[9.36] Die britische Königin Elizabeth II. will einige Opfer der Anschläge besuchen. Das teilte der Buckingham Palast mit.

+++ Britischer Innenminister warnt vor neuen Anschlägen +++

[9.23] Der britische Innenminister Charles Clarke warnt vor weiteren Anschlägen in London. Die Terroristen könnten abermals zuschlagen, sagt er in London. Die Polizei habe noch nicht ausgeschlossen, dass die Anschläge von Selbstmordattentätern verübt worden seien.

+++ Taliban: Briten zahlen für das Böse ihrer Regierung +++

[8.50] Das britische Volk hat nach den Worten eines Taliban-Sprechers mit den Anschlägen von London für das Böse seiner Regierenden bezahlt. Die radikal-islamische Taliban-Bewegung in Afghanistan habe aber nichts mit den Attentaten zu tun, sagte ihr Sprecher Abdul Latif Hakimi am Freitag per Telefon von einem unbekannten Ort aus. "Das Volk Großbritanniens hat den Ärger nur wegen der bösen Taten ihrer Anführer", sagte er. Die Taliban seien weder traurig noch glücklich über die Anschläge, bei denen am Donnerstag mindestens 37 Menschen starben und rund 700 verletzt wurden.

+++ Nur wenige Menschen nutzen die U-Bahn +++

[7.57] Der öffentliche Nahverkehr hat den Betrieb wieder aufgenommen. In den U-Bahn-Stationen in der Innenstadt waren am Morgen jedoch nur wenige Menschen zu sehen.

+++ Queen besucht Überlebende +++

[7.35] Königin Elizabeth II. will heute einige Überlebende der Terroranschläge im Krankenhaus besuchen, teilte eine Sprecherin des Königshauses mit.

+++ Sieben von zwölf U-Bahnlinien funktionieren wieder +++

[6.21] Sieben von zwölf U-Bahnlinien sollen heute wieder normal verkehren, teilen die Londoner Verkehrsbetriebe auf ihrer Internetseite mit. Auf drei weiteren Linien, die von den Bombenanschlägen gestern Morgen betroffen waren, würden die Züge nur streckenweise verkehren, zwei Linien sollen ganz geschlossen bleiben. Die Verkehrsbetriebe riefen die Fahrgäste zu Wachsamkeit auf.

+++ Japan verstärkt Sicherheitsmaßnahmen +++

[5.55] Japan will die Sicherheitsvorkehrungen im eigenen Land erhöhen. Die Minister wurden angewiesen, die Anti-Terrormaßnahmen zu verstärken. Dazu gehöre eine geplante Verschärfung der Einreisekontrollen bei Ausländern, berichteten Medien. Japan unterstützt die USA im Kampf gegen den Terrorismus und hat eigene Soldaten zum Wiederaufbau im Irak stationiert.

+++ Zahl der Toten steigt auf 52 +++

[5.33] Die Zahl der Toten hat sich nach Angaben der australischen Regierung auf 52 Menschen erhöht. Weitere Tote seien zu befürchten, sagte Australiens Premierminister John Howard. In Großbritannien war bislang von mindestens 37 Toten die Rede gewesen.

+++ Britischen Medien spekulieren über Selbstmordanschlag +++

[4.59] Britischen Medien spekulieren unter Berufung auf Augenzeugen über einen möglichen Selbstmordanschlag. Die Tageszeitungen "The Independent", "Daily Mirror", "Daily Express", "Daily Mail" und "The Sun" stützten sich in ihren Berichten vor allem auf den schottischen Informatiker Richard Jones, der gestern in dem Doppeldeckerbus in der Innenstadt gesessen hatte, kurz bevor dort ein Sprengsatz explodierte. Dem 61-Jährigen sei ein nervöser, "fremdländischer" junger Mann aufgefallen, der immer wieder in seine Tasche geschaut habe.

+++ IOC-Vollversammlung beginnt mit Schweigeminute +++

[4.41] Mit einer Schweigeminute für die Opfer der Anschläge hat die 117. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ihre Sitzung in Singapur fortgesetzt. Der "barbarische Akt" sei Beleg dafür, dass die "Sicherheit höchste Priorität" bei Olympischen Spielen habe, sagte IOC-Präsident Jacques Rogge. Die Vollversammlung hatte am vergangenen Mittwoch London die Spiele 2012 übertragen.

+++ Londoner sollen zu Hause bleiben +++

[3.28] Die britische Polizei hat die Berufstätigen in der Hauptstadt aufgerufen, heute möglichst zu Hause zu bleiben. Jeder Pendler solle sich überlegen, ob er unbedingt zur Arbeit fahren müsse. Es gehe darum, ein Verkehrschaos in London zu vermeiden. Die Behörden in London haben für heute eine verstärkte Polizeipräsenz in der gesamten Stadt angekündigt.

+++ Prinz William: "Unsere Gedanken sind bei euch" +++

[2.16] Prinz William bekundete den Familien in London sein tief empfundenes Mitgefühl. "Ich war schockiert und traurig über die Ereignisse in London", sagte er: "Unsere Gedanken und Gebete sind bei euch." Momentan befindet sich der Prinz auf einem elftägigen Besuch in Neuseeland. Der Prinz begleitet die britische Rugbymannschaft "Lions". Am Sonntag soll er nach London zurückkehren.

+++ Sprengsätze möglicherweise mit Zeitzündern versehen +++

[1.50] Die Sprengsätze bei den Terroranschlägen in London wurden nach Angaben eines US-Ermittlers möglicherweise mit Zeitzündern zur Detonation gebracht. Das gehe aus Beweisstücken hervor, die aus den Trümmern geborgen worden seien, sagte der Anti-Terror-Experte, der seinen Namen nicht nennen wollte. Eine Sprecherin der britischen Regierung erklärte hingegen, man wolle nicht über mögliche Ursachen spekulieren.

+++ Zahl der Todesopfer steigt auf 38+++

[1.30] Die Zahl der Todesopfer bei den Anschlägen von London ist nach Angaben der britischen Rundfunkanstalt BBC von 37 auf 38 Menschen gestiegen. 30 Personen starben bei Anschlägen auf die U-Bahn, zwei Personen bei der Explosion in einem Bus. Ein Opfer erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus.

+++ Erdogan verurteilt die Anschläge+++

[1.03] Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Terroranschläge von London als "Akt gegen die Menschlichkeit und den Weltfrieden" bezeichnet. Der Terrorismus kennen keine Grenzen, sagte Erdogan während eines Besuchs in San Valley. Dort nimmt er an einer Medienkonferenz teil.

+++ Japan will Truppen im Irak belassen+++

[0.06] Japans Ministerpräsident Junichiro Koizumi verkündete in Gleneagles, er plane nicht die japanischen Truppen nach den Bombenanschlägen in London aus dem Irak abzuziehen.

+++ Britische Muslime rufen zu Gebeten auf+++

[23.38] Führende britische Muslime haben zu Gebeten für die Opfer der Bombenanschläge aufgerufen. Zudem versprachen sie der Polizei ihre volle Unterstützung bei der Suche nach den Tätern. "Wir stehen Schulter an Schulter mit unserer britischen Mitbürgern", sagte Inayat Bunglawala vom "Muslim Council of Britain", das 1.6 Millionen Muslime repräsentiert.

+++ Paket in Edinburgh enthielt keine Bombe+++

[22.48] Das Paket, das am frühen Abend in Edinburgh Bombenalarm ausgelöst hatte, enthielt keine Bombe. Dies bestätigte eine Polizeisprecherin.

+++ Irak verurteilt Londoner Anschläge +++

[22.38] Irak hat die Anschläge in London verurteilt. Der irakische Parlamentspräsident Hadschim al-Hassani schrieb im Namen der Nationalversammlung dem britischen Premier Tony Blair, auch sein Land und sein Volk leide unter "brutalen Angriffen, die den einfachsten menschlichen Werten widersprechen". Das irakische Volk verurteile solche "bösen Akte".

+++ Bis morgen früh volle Wiederaufnahme des U-Bahnbetriebs +++

[22.14] Großbritanniens Verkehrsminister Alistair Darling hat eine rasche Rückkehr zum normalen U-Bahnbetrieb angekündigt: "Bis morgen früh erwarten die Verkehrsbetriebe die volle Wiederaufnahme des Bus- und U-Bahnbetriebs, wenn auch noch für einige Zeit Unterbrechungen zu erwarten sind". Der Bahnhof Kings Cross werde aber für einige Tage geschlossen bleiben.

+++ Queen will Überlebende besuchen +++

[22.13] Großbritanniens Königin Elizabeth II. wird morgen einige Überlebende der Terroranschläge in London im Krankenhaus besuchen. Das teilte eine Sprecherin des Königshauses mit. Der Union Jack am Buckingham Palast war auf halbmast.

+++ Blair zurück beim G-8-Gipfel +++

[22.04] Der britische Premier Tony Blair landet in Gleneagles, um seine Teilnahme am G-8-Gipfel fortzusetzen. Blair hatte das Treffen nach den Anschlägen in London verlassen. Er leitete eine Krisensitzung der Regierung in der von den Terrorakten geschockten Hauptstadt.

+++ Rice glaubt an entschlossene Gegenwehr +++

[21.13] Die Anschläge in London werden nach den Worten von US-Außenministerin Condoleezza Rice Großbritannien und andere Länder nicht vom Antiterrorkampf abschrecken. "Ich bin sicher, dass die Entschlossenheit (...) nur noch wächst, weil offensichtlich ist, dass man mit Leuten, die unschuldige Menschen töten, nicht vernünftig reden kann", sagte Rice dem britischen Rundfunksender BBC.

+++ Schily: Deutschland "im Visier der terroristischen Netzwerke" +++

[21.03] Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat nach den Anschlägen in London schärfere Maßnahmen zum Schutz der Inneren Sicherheit hierzulande gefordert. Auch Deutschland befinde sich "im Visier der terroristischen Netzwerke", sagte Schily in der ARD. "Wir müssen unsere Bemühungen fortsetzen und an der einen oder anderen Stelle verstärken", sagte Schily.

+++ Straw sieht Anzeichen für Qaida-Angriff +++

[20.56] Die tödlichen Terroranschläge auf den öffentlichen Nahverkehr in London tragen nach den Worten des britischen Außenministers Jack Straw "alle Kennzeichen eines mit al-Qaida verbundenen Angriffs". Straw sagte dies auf dem G-8-Gipfel in Gleneagles, wo er vorübergehend den Vorsitz in Vertretung des zwischenzeitlich nach London geeilten Premierministers Tony Blair führte.

+++ Frankreichs Innenminister Sarkozy: 50 Tote in London +++

[20.32] Bei der Anschlagserie in der Londoner Innenstadt sind nach Angaben des französischen Innenministers Nicolas Sarkozy 50 Menschen ums Leben gekommen. Sarkozy sagte dem Sender France 2 unter Berufung auf seinen britischen Kollegen Charles Clarke: "Ich habe heute zwei Mal mit dem britischen Innenminister gesprochen, das letzte Mal vor einer halben Stunde. Er hat mir gesagt, dass die vorläufige Zahl der Todesopfer bei 50 liegt." Unter den 300 Verletzten seien 50 Schwerverletzte.

+++ Verdächtiges Paket in Edinburgh gesprengt +++

[20.32] Nach der Entdeckung eines verdächtig aussehenden Paketes in einem Bus ist in Edinburgh Bombenalarm ausgelöst worden. Das Bombeneinsatzkommando habe das Paket kontrolliert zur Explosion gebracht, sagte die Polizei. Es gebe aber noch keine Erkenntnisse, ob es sich wirklich um einen Sprengsatz gehandelt habe, sagte eine Sprecherin.

+++ China "schockiert" über Terroranschläge +++

[20.11] China hat sich "schockiert" über die Terroranschläge in London gezeigt. In einer Erklärung des chinesischen Außenministeriums hieß es, es müsse verurteilt werden, wenn Terroraktionen verübt würden und Menschen zu Schaden kämen - egal welche Ziele auch immer jemand verfolge. "Die Anschläge zeigen auch, dass der internationale Kampf gegen den Terrorismus noch einen langen Weg vor sich hat." China wolle die Kooperation mit der internationalen Gemeinschaft gegen den Terrorismus ausweiten.

+++ Blair kehrt zum G-8-Gipfel zurück +++

[20.07] Der britische Premier Tony Blair verlässt sein Büro in der Downing Street, um zum G-8-Gipfel im schottischen Gleneagles zurückzukehren.

+++ Zahl der Todesopfer steigt auf 37 +++

[19.15] Die Zahl der Todesopfer bei den Anschlägen von London ist von 33 auf 37 gestiegen. Dies erklärte die Polizei in der britischen Hauptstadt. Den Ermittlungen zufolge wurden bei der Explosion in einem Bus mindestens zwei Menschen getötet. Die meisten Toten - 21 - gab es beim Anschlag in King's Cross, je sieben starben bei den Explosionen an den Bahnhöfen Edgware Road und Liverpool Street. Die Zahl der Verletzten gaben die Behörden mit 700 an.

+++ Straße in Edinburgh geräumt +++

[19.13] Die Polizei hat am Donnerstag einen Abschnitt der Haupteinkaufsstraße von Edinburgh evakuiert, nachdem in einem Bus ein verdächtiges Paket gefunden wurde. Auch in einem Bus nahe des Londoner Bahnhofs Victoria Station ist nach den Anschlägen vom Vormittag ein verdächtiges Paket entdeckt worden. Wie eine Sprecherin der Verkehrsbehörden mitteilte, wurde der Bahnverkehr dadurch nicht beeinträchtigt. Der Fernsehsender Sky TV berichtete, die Polizei habe die Bevölkerung vor dem Betreten der Victoria Station gewarnt.

+++ Britische Börsianer verlieren Milliarden +++

[19.02] An der Londoner Börse haben Anleger nach den Anschlägen Milliarden verloren. Der Leitindex der britischen Börse, der FTSE-100, beendete den Handel mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 5158,3 Punkten. Damit wurden allein in diesem Index 17 Milliarden Pfund - umgerechnet fast 25 Milliarden Euro - vernichtet.

+++ Weltsicherheitsrat verurteilt Anschläge +++

[18.59] Der Weltsicherheitsrat in New York hat die Terrorakte einstimmig verurteilt. Mit Resolution 1611 forderte das höchste UN-Gremium die internationale Gemeinschaft auf, sich an der Suche nach den Tätern, Drahtziehern und Auftraggebern dieser "barbarischen" Handlungen zu beteiligen und die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen.

+++ Blair: Täter handelten im Namen des Islam +++

[18.39] Die Anschlagsserie in London ist nach den Worten des britischen Premierministers Tony Blair von Terroristen verübt worden, "die im Namen des Islams handeln." Er wisse aber, dass Muslime weltweit "diesen Akt des Terrorismus beklagen".

+++ Nato-Rat beruft Treffen ein +++

[18.36] Der Nato-Rat wird wegen der Terroranschläge an diesem Freitag zu einer außerordentlichen Sitzung in Brüssel zusammentreten. Wie die Nato mitteilte, wollen die Botschafter der 26 Mitgliedstaaten über die Lage in der britischen Hauptstadt und über mögliche Erkenntnisse zur Urheberschaft der Anschläge sprechen. Es wird erwartet, dass sie ihre Bereitschaft zum gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus bekräftigen.

+++ U-Bahnen fahren wieder +++

[18.08] Die Situation im Netz der Londoner Untergrundbahn hat sich bis zum Abend teilweise wieder normalisiert. Bahnlinien, die von den Anschlägen am Morgen nicht betroffen waren, konnten wieder in Betrieb gehen. Einen eingeschränkten Dienstbetrieb erwarte die U-Bahn für Freitag, sagte ein Bahn-Sprecher. Er hoffe, dass viele der drei Millionen Reisenden, die täglich mit den U-Bahnen fahren, zunächst noch auf die meist doppelstöckigen Busse umsteigen. Busse rollten seit Nachmittag wieder durch das Stadtzentrum. Viele in London Beschäftigte hatten aber am Nachmittag den Heimweg von der Arbeit zu Fuß angetreten.

+++ Syrien und Iran verurteilen Anschläge +++

[17.54] Der syrische Staatspräsident Baschir el Assad verurteilte in einem Beileidsschreiben an Briten-Premier Blair die "üblen Anschläge", wie die amtliche syrische Nachrichtenagentur meldete. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte, "derartige terroristische Angriffe sind gewiss kein geeignetes Mittel, um politische Ziele irgendwelcher Art zu erreichen".

+++ Putin sieht Defizite im weltweiten Anti-Terror-Kampf +++

[17.49] Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Anschläge in London als Zeichen gewertet, dass die Welt im Anti-Terror-Kampf nur unzureichend vereint sei. "Was heute passiert ist, zeigt wieder einmal, dass wir zu wenig tun, um unsere Kräfte im Kampf gegen den Terrorismus auf wirksamste Weise zu bündeln", erklärte Putin beim G-8-Gipfel in Schottland. Er wisse aus eigener Erfahrung, was Terror bedeute, betonte er und bekundete das Mitgefühl seines Landes für die Opfer und deren Angehörige.

+++ Königin Elizabeth II.: "Schreckliche Ereignisse" +++

[17.07] Großbritanniens Königin Elizabeth II. hat sich bestürzt über die Sprengstoffanschläge in London gezeigt. "Diese schrecklichen Ereignisse in London heute Morgen haben uns alle zutiefst schockiert", hieß es in einer Erklärung der britischen Monarchin, die vom Buckingham-Palast verbreitet wurde. "Ich weiß, dass ich für das ganze Land spreche, wenn ich mein Mitgefühl ausspreche für alle Betroffenen sowie für die Angehörigen der Getöteten und Verletzten", erklärte Elizabeth.

+++ Britische Polizei "schockiert, aber nicht überrascht" +++

[17.05] Nach den Terroranschlägen in London hat die Polizei ihre Präsenz nach eigenen Angaben deutlich erhöht. Ein Polizeisprecher bezifferte die Zahl der verfügbaren Polizisten in der britischen Hauptstadt auf 31.000. Die Polizei sei über die Terroranschläge "schockiert, aber nicht überrascht", sagte der Sprecher. Es sei klar gewesen, dass London als bevorzugtes Ziel für einen Terroranschlag in Frage kam.

+++ Sondersitzung des Uno-Sicherheitsrats +++

[16.58] Nach der Anschlagsserie in London kommt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen heute zu einer Sondersitzung zusammen. Wie der turnusmäßige Vorsitzende des Gremiums, der griechische Uno-Botschafter Adamantios Vassilakis, erklärte, wird der Rat über eine Resolution ähnlich der nach den Anschlägen vom 11. März 2004 in Madrid beraten.

+++ Polizei: Vier Explosionen +++

[16.48] Insgesamt vier Explosionen haben nach Polizeiangaben London erschüttert. Sieben Menschen seien bei der ersten Explosion in einem U-Bahn-Tunnel nahe Moorgate im Osten der Stadt getötet worden, sagte der stellvertretende Polizeichef von London, Brian Paddick. 21 Menschen starben demnach bei einer zweiten Detonation in einem Tunnel nahe der U-Bahn-Station King's Cross, fünf weitere an der U-Bahn-Station Edgware im Westen der Innenstadt. Zudem sei eine unbekannte Anzahl von Menschen bei einer Explosion in einem Bus ums Leben gekommen.

+++ Deutschland verschärft Sicherheitsmaßnamen +++

[16.36] Bundesinnenminister Otto Schily hat nach den Terroranschlägen von London keine Hinweise auf eine verstärkte Gefahrenlage in Deutschland. Schily sagte, im Bundesgebiet seien die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt worden. Die Bundespolizei kontrolliere den Bahnverkehr. An den Flughäfen seien zusätzliche Polizeikräfte im Einsatz. Auch die Überwachung der Grenze sei verstärkt worden.

+++ Wirtschaftsexperten: Anschläge ohne Auswirkungen auf Konjunktur +++

[16.27] Wirtschaftsexperten erwarten keine gravierenden Auswirkungen der Terroranschläge in London auf die Konjunktur. "Aus gegenwärtiger Sicht dürften die Anschläge ohne signifikante Folgen für das Wachstum bleiben", sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, in Frankfurt am Main.

+++ Merkel verurteilt Anschläge als "heimtückisch" +++

[16.27] Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat die Anschläge von London als "heimtückisch" verurteilt. Die Kanzlerkandidatin der Union betonte zugleich, Sicherheit müsse auch in Deutschland "erkämpft werden". Man werde alles dafür tun, um den Schutz der Bürger zu gewährleisten.

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