Anschlagsdrohung in Leiden: Niederländische Stadt schließt rund 20 Schulen

Die Verwaltung der niederländischen Stadt Leiden reagiert konsequent auf eine Morddrohung. Sie schloss alle höheren Schulen im Stadtgebiet, rund 20 Institute sind betroffen. Ein Unbekannter hatte zuvor im Internet angekündigt, Lehrer und Schüler töten zu wollen.

Polizisten vor Schule in Leiden: Nach der anonymen Drohung eines "school shooting" Zur Großansicht
AFP/ ANP

Polizisten vor Schule in Leiden: Nach der anonymen Drohung eines "school shooting"

Leiden - Nach einer anonymen Anschlagsdrohung im Internet sind in der niederländischen Stadt Leiden rund 20 höhere Schulen geschlossen worden. Die Polizei hatte in der Nacht Großalarm ausgelöst, nachdem im Internet ein "school shooting" angedroht worden war.

Betroffen von den Schließungen sind Tausende Schüler, viele wurden per SMS und E-Mail darüber informiert, dass sie am Montag zu Hause bleiben sollen. Das berichtete die Zeitung "De Telegraaf" in ihrer Online-Ausgabe.

"Das Ganze könnte auch ein makabrer Witz sein, aber wir wollen kein Risiko eingehen", sagte im niederländischen Fernsehsender NOS der Bürgermeister von Leiden, Henri Lenferink. Vor mindestens zwei der Schulen standen am Morgen Polizeibeamte. Auch in umliegenden Ortschaften seien inzwischen Schulen geschlossen worden, berichtet "De Telegraaf".

In der Nachricht im Online-Forum 4chan war die Stadt und die vorgesehene Waffe genannt worden - nicht jedoch der Name der Schule. "Morgen werde ich meinen Niederländisch-Lehrer und so viele Schüler wie möglich erschießen", heißt es in dem englischsprachigen Forenbeitrag.

Der Tipp an die niederländische Polizei kam dem "Telegraaf" zufolge aus der Schweiz. Polizeibeamte in Zürich hätten als Erste die Drohung gesehen und an die Leidener Kollegen weitergeleitet. Auch zum FBI in Washington soll es Kontakt gegeben haben.

Im Laufe des Tages soll darüber entschieden werden, ob die Schulen am Dienstag wieder öffnen können.

rls/dpa

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