Medienbericht Niedersachsen will Füttern von Wölfen verbieten

Naturschützer beklagen, dass Menschen Wölfe anlocken, etwa um sie zu fotografieren. In Niedersachsen soll dafür künftig ein Bußgeld fällig werden.

Wolf in Niedersachsen (Archiv)
DPA

Wolf in Niedersachsen (Archiv)


Niedersachsen plant, das Füttern von wildlebenden Wölfen zu verbieten. Das berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" ("HAZ") unter Berufung auf das Umweltministerium. Eine entsprechende Verordnung solle noch in diesem Jahr beschlossen werden.

"Das Wildtier Wolf hat eine natürliche Scheu vor dem Menschen und hält deshalb grundsätzlich Distanz", sagte Ministeriumssprecherin Lotta Cordes der Zeitung. Es werde aber von den Naturschutzbehörden immer wieder über Menschen berichtet, die versuchten, "aktiv Kontakt zu Wölfen aufzunehmen". Sie versuchten, die Tiere mit Futter zu ködern oder sogar zu berühren.

"Dieses Verhalten kann dazu führen, dass die betroffenen Wölfe, vor allem Jungtiere, ihre natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren." Deshalb soll auch das Fotografieren der Nähe verboten werden. Dies gelte aber nicht für Aufnahmen aus größerer Entfernung, etwa mit einem Teleobjektiv.

Man wolle so der "provozierten Entwicklung von Wölfen" und einer möglichen Gefährdung von Menschen frühzeitig entgegenwirken ,sagte Cordes. Dies soll dem "HAZ"-Bericht zufolge mit der Verordnung in Niedersachsen erreicht werden. Bei Verstößen drohe ein Bußgeld.

Video: Die Rückkehr der Wölfe

SPIEGEL TV

bbr/dpa



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