Nach 37 Jahren Heimkehr einer Polizeimütze

Der Dieb einer Polizeimütze hat nach fast 40 Jahren ein schlechtes Gewissen bekommen - und seine Beute zurück nach Niedersachsen gesendet.

Polizeioberkommissar Gabor Balint (links) mit der Polizeimütze und Überbringer Graham Morley
DPA

Polizeioberkommissar Gabor Balint (links) mit der Polizeimütze und Überbringer Graham Morley


Sie war bei Rugbyspielen, diente als Verkleidung und lag auf der Hutablage eines britischen Autos: Nach 37 Jahren ist eine gestohlene Polizeimütze nach Nienburg zurückgekehrt. Das berichtete die Polizei.

Anfang der Achtzigerjahre nutzte ein junger britischer Soldat namens "Jeff" demnach das Chaos eines Polizeieinsatzes in einer Bar, um die Dienstmütze eines Beamten zu entwenden. Die Beute nahm er nach Ende seines Militärdienstes mit in seine Heimat und nutzte sie fortan als Verkleidung im Karneval oder als Fan-Kopfbedeckung beim Rugby.

Nach 37 Jahren überkam den Dieb nun offenbar das schlechte Gewissen. Er übergab die Mütze seinem Bekannten Graham Morley mit der Bitte, sie der Polizei in Nienburg zu überbringen. Die Übergabe erfolgte bei einem Rugbyspiel in London, dann reiste Morley, ein in Deutschland lebender ehemaliger britischer Soldat, mit der Mütze nach Niedersachen und überreichte der Polizei dort das Diebesgut.

In Dienst gestellt wird die Kopfbedeckung allerdings nicht mehr: Es handelt sich nämlich um eine heutzutage nicht mehr aktuelle grüne Version der Polizeimütze. Deshalb und wegen ihres musealen Zustands, sagte ein Sprecher, sei sie in den sofortigen Ruhestand versetzt worden.

bbr/dpa

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