Nord-Ostsee-Kanal Frachter und Fähre kollidieren

Auf dem Nord-Ostsee-Kanal sind ein Frachter und eine Schwebefähre zusammengestoßen. Der Fährführer wurde schwer, ein Passagier leicht verletzt. Züge und Schiffe können nicht wie geplant fahren.

Kaputte Fähre: Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung begutachten die Schäden
DPA

Kaputte Fähre: Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung begutachten die Schäden


Gegen 6.40 Uhr war der Frachter "Evert Prahm" gegen die Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg in Schleswig-Holstein gekracht. Dabei wurde der Fährführer schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der einzige Passagier der Fähre erlitt leichte Verletzungen. Er konnte über eine andere Fähre in Sicherheit gebracht werden.

Die über hundert Jahre alte Schwebefähre hängt an Drahtseilen an einer Eisenbahnhochbrücke. Bei der Kollision wurden die Halteseile der denkmalgeschützten Schwebefähre stark beschädigt. Sie ist deshalb nicht mehr manövrierfähig.

Der Nord-Ostsee-Kanal und die für den Verkehr zwischen Deutschland und Dänemark wichtige Eisenbahnbrücke wurden für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten gesperrt.

Nach Angaben der Bahn sind die drei Zugstrecken von Hamburg nach Flensburg, von Husum nach Kiel und von Kiel nach Rendsburg von der Sperrung der Eisenbahnbrücke betroffen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Die Sperrung der Brücke soll mindestens bis zum Nachmittag dauern.

Von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung hieß es, mögliche Schäden an der Stahlbrücke müssten zunächst festgestellt und dann statisch bewertet werden. Wie lange dies dauere, sei noch nicht absehbar. Die Fähre wird von Fußgängern, Radfahrern und Autos benutzt. Sie transportiert täglich etwa 520 Fahrzeuge und 1700 Menschen.

Über hundert Jahr alt: Die Fähre hängt an Drahtseilen an einer Eisenbahnbrücke
DPA

Über hundert Jahr alt: Die Fähre hängt an Drahtseilen an einer Eisenbahnbrücke

sep/dpa



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