Nordengland "Schneebaby" kommt am Straßenrand zur Welt

Herzerwärmendes in klirrender Kälte: In Nordengland hat es eine Mutter nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus geschafft. Sie brachte ihr Kind im Auto zur Welt - und bekommt bei Twitter nun Ratschläge für einen Namen.

Auto im verschneiten Nordosten Englands (Symbolbild)
AP

Auto im verschneiten Nordosten Englands (Symbolbild)


In der Nähe von Darlington in Nordengland hat eine Frau ihr Kind am tief verschneiten Straßenrand zur Welt gebracht. Daniella Waring und ihr Mann Andrew waren bei starkem Schneefall auf dem Weg zum Krankenhaus, als klar wurde, dass sie es nicht mehr rechtzeitig dorthin schaffen würden, wie der Rettungsdienst mitteilte.

Der Vater berichtete demnach, er habe auf der verschneiten Fahrbahn fast keine Stelle finden können, um an die Seite zu fahren - und kaum Zeit gehabt, den Rettungsdienst zu rufen, weil alles so schnell gegangen sei. Deshalb sei er selbst kurzerhand als Geburtshelfer eingesprungen.

"Da ich bei der Geburt unserer beiden anderen Kinder dabei war, habe ich das getan, was ich damals gesehen habe", sagte er. Er habe die Beifahrertür geöffnet, sich in den Schnee gekniet und das Baby in Empfang genommen. Kurz darauf erreichten den Angaben zufolge Rettungssanitäter den Geburtsort und versorgten Mutter und Kind.

"Wir hatten zuerst Mühe, das Auto in dem dichten Schnee überhaupt zu finden", sagte ein Helfer. Deshalb sei man auf der Straße ein paar Mal hin und her gefahren, um den Wagen zu suchen. Das Wetter sei so schlecht gewesen, dass der Hubschrauber nicht habe fliegen können.

Die Familie wurde schließlich in ein Krankenhaus in Darlington gebracht. Dort wurde zunächst dafür gesorgt, dass sich das Baby in direktem Hautkontakt mit der Mutter aufwärmen konnte, wie eine Säuglingsschwester berichtete. "Wir haben keinen Grund zur Sorge, es geht beiden trotz ihres Erlebnisses wirklich gut", versicherte sie.

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Die Nachricht von der Geburt im Schnee macht schnell in sozialen Netzwerken die Runde. Die Geburt des kleinen Mädchens, das Sienna heißt, wird hier unter dem Hashtag "#A66snowbaby" gefeiert. Mehrere User heißen das Baby herzlich willkommen - und machen alternative Vorschläge zur Namenswahl. "Sie sollten sie Elsa nennen", schrieb einer mit Blick auf die "Frozen"-Geschichte von der Eisprinzessin.

fok/AFP



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