Nordrhein-Westfalen: Riesige Schadstoffwolke über dem Rhein

Nach einem Brand in einer Lagerhalle in Krefeld zog eine riesige Schadstoffwolke in Richtung Duisburg. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Für Menschen in der Umgebung der Fabrik besteht ersten Schadstoffanalysen zufolge keine Gefahr.

Nordrhein-Westfalen: Schadstoffwolke zieht nach Duisburg Fotos
dapd

Krefeld - In Krefeld ist am Dienstagmorgen die Lagerhalle eines Düngemittelbetriebs in Flammen aufgegangen. Seit sieben Uhr morgens war die Feuerwehr im Industriegebiet Rheinhafen mit 120 Leuten im Großeinsatz. Weitere Unterstützung sei aus den benachbarten Städten und Gemeinden angefordert worden, sagte ein Sprecher.

Am Dienstagmittag war der Brand zwar unter Kontrolle, die Löscharbeiten sollten aber voraussichtlich noch bis zum Abend dauern. Etwa 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Mit den Flammen stieg eine riesige Schadstoffwolke auf, die über den Rhein bis in den Süden von Duisburg zog und bis ins 20 Kilometer entfernte Düsseldorf zu sehen war. Im Stadtgebiet Duisburg-Mündelheim wurden Bewohner über Sirenenalarm und das Radio informiert, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Den Bürgern wurde geraten, Türen und Fenster geschlossen zu halten, solange noch nicht klar sei, wie schädlich die Gase seien, hieß es weiter. Erste Ergebnisse der Schadstoffanalysen in der Nähe des Brandorts, im Duisburger Süden sowie in Essen, Dinslaken und Mülheim an der Ruhr ergaben keine bedenklichen Messwerte, wie die Duisburger Stadtverwaltung berichtete. Zugleich kündigte die Stadt Duisburg aber weitere Messung der Feuerwehr an, da auch am Mittag immer noch eine Rauchwolke über große Teile der Ruhrgebietsstadt zog, deren Partikel als Niederschlag herabsanken.

Kindergärten und Schulen in der betroffenen Region blieben vorerst geöffnet, Schüler und Kinder wurden aber angewiesen, die Gebäude nicht zu verlassen. Seit etwa 10.15 Uhr verkehren zwischen Düsseldorf-Wittlaer und Duisburg-Rheinhausen keine Schiffe mehr. Auch der Verkehr am Düsseldorfer Flughafen sei leicht beeinträchtigt gewesen, sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung in Nordrhein-Westfalen. Demnach wurden einige Flugrouten für startende Maschinen geändert, Starts und Landungen mussten jedoch nicht verschoben oder abgesagt werden.

Die Lagerhalle ist den Angaben zufolge 50 mal 120 Meter groß und brennt seit dem Morgen in voller Ausdehnung. Über Verletzte wurde zunächst nichts bekannt. Auch die Brandursache war noch unklar.

ala/dpa/dapd

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