Norwegen Mehrere Verletzte bei Kollision von Tanker und Fregatte - Kriegsschiff droht zu sinken

Nahe der norwegischen Küste sind ein Tanker und eine Fregatte zusammengestoßen. Laut Polizei wurden sieben Personen verletzt, das Kriegsschiff hat starke Schlagseite.

Fregatte "Helge Ingstad" in Schieflage
AP/NTB Scanpix

Fregatte "Helge Ingstad" in Schieflage


Der Unfall ereignete sich bei Hordaland in der Nähe von Bergen: Bei der Rückfahrt vom Nato-Manöver "Trident Juncture" ist eine norwegische Fregatte mit einem Tankschiff kollidiert. Die Fregatte "KNM Helge Ingstad" hat Schlagseite und droht nach Einschätzung der Feuerwehr zu sinken. Vom Einsatzzentrum hieß es, die Fregatte nehme mehr Wasser auf, als abgepumpt werden könne. "Das Leck ist außer Kontrolle."

Die "Helge Ingstad" und das Tankschiff "Sola TS" waren gegen vier Uhr vor einem Ölterminal in der norwegischen Gemeinde Øygarden in Hordaland zusammengestoßen. Warum, ist noch unklar. Ein Schlepper halte das Kriegsschiff am Platz, erklärte die norwegische Feuerwehr. Die Fregatte ist leckgeschlagen.

Bei dem Unglück wurden sieben Menschen leicht verletzt. Nach Angaben der Rettungszentrale HRS waren 137 Menschen an Bord der Fregatte. Alle seien gerettet, sagte ein Sprecher der norwegischen Agentur NTB. Der 23 Mann starken Besatzung des Tankschiffes sei nichts passiert. Der erst 2017 gebaute Tanker soll zum Hafen zurückkehren, um genau überprüft zu werden.

Das mit Rohöl beladene Tankschiff wurde nur leicht beschädigt. Laut "vesseltracker.com"ist die "Sola TS" 250 Meter lang, 44 Meter breit und fährt unter maltesischer Flagge.

Fregatte "Helge Ingstad" (Foto von 2014)
AFP PHOTO/ LARS MAGNE HOVTUN/ NORWEGIAN ARMED FORCES

Fregatte "Helge Ingstad" (Foto von 2014)

Wegen der Kollision wurde ein Hafenterminal vorsorglich geschlossen. Das Sture-Terminal erhält über Pipelines Öl aus verschiedenen Feldern in der Nordsee. Das Öl wird mit Tankern weltweit exportiert. Unklar ist einer Sprecherin des Betreibers Equinor zufolge, wie lange das Terminal geschlossen bleibt.

Die 2009 in Dienst gestellte "Helge Ingstad" ist gut 133 Meter lang und hat eine Verdrängung von 5290 Tonnen. Sie trägt einen Hubschrauber und ist unter anderem mit Torpedos und mit Raketen zur Schiffs- und Flugabwehr ausgerüstet.

ulz/dpa/Reuters

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