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Norwegen: Ölpest nach Frachter-Havarie

Vor der norwegischen Küste ist ein zyprischer Frachter auf Grund gelaufen und in zwei Teile zerbrochen. Dabei traten nach Angaben norwegischer Rettungskräfte mehrere hundert Tonnen Schweröl aus.

Oslo - Die 180 Meter lange "Server" war am Freitag auf dem Weg in den russischen Nordmeerhafen Murmansk, als sie im Sturm in der Nähe von Bergen auf Felsen lief. Vier Stunden später brach das Schiff entzwei. Das Heck sank im Seegebiet vor der Insel Fedje. Der Frachter hatte etwa 650 Tonnen Öl an Bord, 300 davon seien ins Meer geflossen.

Die 25 Mann der Besatzung konnten rechtzeitig per Hubschrauber gerettet werden. An den Bergungs- und Reinigungsarbeiten sind vier Schlepper sowie vier Schiffe der Küstenwache beteiligt.

"Öl ist ins Meer gelangt und verschmutzt Teile der Insel, vor der das Schiff auf Grund lief", teilte die Küstenwache mit. Allerdings sei das ganze Ausmaß noch nicht abzusehen, da man sich bei rauer See und starken Windböen kaum ein Gesamtbild von der Lage machen könne. Umweltschützer befürchten, dass das Öl ein nahe gelegenes Vogelgebiet verseuchen könnte, das vielen Tieren als Winterquartier dient.

Trotz des hohen Seegangs ist die Ursache des Unglücks noch unklar, da die Wetterbedingungen zu dieser Jahreszeit als nicht außergewöhnlich für die Meeresregion gelten.

rüd/AP/Reuters

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Schiffsunglück: Der Untergang der "Server"

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