Norwegen Schneelawine zerstört Häuser auf Spitzbergen

Beim Abgang einer Schneelawine im hohen Norden Norwegens ist ein Mann gestorben, mehrere Menschen wurden verletzt. Medien berichten vom schwersten Unwetter auf Spitzbergen seit 30 Jahren.

Helfer in Longyearbyen: Mehrere Vermisste nach Schneelawine
DPA

Helfer in Longyearbyen: Mehrere Vermisste nach Schneelawine


Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen hat eine Schneelawine mehrere Menschen und zahlreiche Gebäude unter sich begraben. Ein Mann starb nach Angaben der Zeitung "Svalbardposten" in den Schneemassen. Unter den Verletzten sollen auch drei Kinder sein.

Die Lawine war am Samstagmorgen gegen 11 Uhr nahe dem Ort Longyearbyen abgegangen. Einige Holzhäuser wurden mehrere Meter weit mitgerissen, andere zerbarsten. Kurz nach dem Unglück wurden Rettungsteams und Ärzte vom norwegischen Festland eingeflogen.

Hunderte Einsatzkräfte und Anwohner schaufelten die Häuser frei und suchten nach Vermissten. Allerdings hatten die Behörden zunächst Schwierigkeiten zu ermitteln, wer sich zur Unglückszeit in den Gebäuden aufhielt. In Longyearbyen wurden Notunterkünfte und ein Hilfszentrum eingerichtet.

Spitzbergen, norwegisch Svalbard, ist eine Inselgruppe in der Arktis, die zu Norwegen gehört. Dort leben rund 2700 Menschen. In der Nacht vor dem Unglück herrschte der Zeitung zufolge das schwerste Unwetter seit 30 Jahren auf der Inselgruppe.

brk/dpa/AFP



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
herumnöler 20.12.2015
1. Was soll man hier kommentieren?
Sicher sind die Russen schuld, denn ihnen gehoert ein Teil von Spitzbergen. Kann auch daran liegen, dass es zu viele Leute auf Spitzbergen gibt. Frueher wohnte dort niemand. Norwegen ist in der NATO, also sind die Amis schuld. Jetzt weiss ich's.
Powerslave 20.12.2015
2. Lawine in der Polarnacht
Die Temperaturen da oben sind angesichts der geographischen Lage dank Golfstrom erstaunlich mild (-1/-2ºC, s. yr.no), aber es herrscht 24 Stunden Dunkelheit, also haben sie ohne Frühwarnsystem die Lawine nicht gesehen. Angesichts der Größe der Siedlung (2700 Menschen) und der Entfernung von Deutschland erscheint die Meldung hier wie eine fremde Lokalnachricht, die hierzulande nur Achelzucken auslöst. Dennoch lese ich diese begierig, weil mich diese für mich fremde Welt fasziniert. Kälte, Schnee, Dunkleheit, frei rumlaufende Eisbären (da muss jeder ein Gewehr zu Hause haben zum Eigenschutz), und dann kommt eine Lawine runter und metzelt alles nieder. Horror!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.