Notruf-Missbrauch Betrunkener löst wegen vermisster Biervorräte Alarm aus

Zwei Männer reisten per Zug mit einer Tasche voller Bierflaschen. Bei einem Zwischenstopp am Hauptbahnhof Kaiserslautern stiegen sie aus, um zu rauchen. Doch dann fuhr der Zug weiter - samt der Alkoholvorräte. Da kam dem einen eine Idee.


Kaiserslautern - Feueralarm am Hauptbahnhof Kaiserslautern: Das war für einen von zwei Männern die einzige Lösung, als ein Zug mit seinen Biervorräten davongefahren war. Der 44-Jährige schlug mit 1,95 Promille Alkohol im Blut die Scheibe eines Feuermelders ein und löste so Alarm aus, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Daraufhin rückten ein Löschzug und ein Rettungswagen der Berufsfeuerwehr aus.

Ein echter Notfall lag allerdings nicht vor: Der Mann und sein 28-jähriger Begleiter hatten lediglich eine Tasche mit mehreren Flaschen Bier in einem Zug Richtung Pirmasens abgestellt und wollten vor der Abfahrt auf dem Bahnsteig noch rauchen. Als der Zug ohne sie, aber mit ihrem Bier abfuhr, fanden sie nicht sofort einen Ansprechpartner und lösten kurzerhand Alarm aus.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungen wegen Missbrauchs von Notrufen ein.

jjc/AFP



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