Armer Samariter Obdachloser schenkt Studentin drei Pfund - und bekommt Tausende zurück

Eine Studentin aus England steht nachts ohne einen Penny Bares allein auf der Straße. Ein Obdachloser gibt ihr seine letzten drei Pfund für ein Taxi - und wird dafür fürstlich entlohnt.

Studentin Harrison-Bentzen: 20.000 Pfund für den armen Samariter
Bulls Press/ SWNS

Studentin Harrison-Bentzen: 20.000 Pfund für den armen Samariter


Preston - Wenn es eines Beweises bedürfte, dass alles Gute, das man tut, irgendwann zu einem zurückkommt, dann haben ihn Dominique Harrison-Bentzen und ihr neuer Freund Robbie gerade erbracht.

Wie britische Zeitungen berichten, stand die 22-jährige Studentin Anfang Dezember spätabends allein vor einem Geldautomat im englischen Preston, als sie feststellte, dass sie ihre Bankkarte verloren und kein Bargeld mehr in der Tasche hatte. Ein Obdachloser namens Robbie bot ihr daraufhin seine letzten drei Pfund an, damit sie sicher mit einem Taxi nach Hause fahren könne.

Harrison-Bentzen nahm das Geld nicht an - war aber so gerührt, dass sie im Internet eine Fundraising-Kampagne für den guten Samariter initiierte. Vier Tage lang suchte sie in der Universitätsstadt in der Grafschaft Lancashire nach ihrem Helden, fand heraus, dass sie keineswegs die Einzige war, der Robbie geholfen hatte: "Je mehr ich über ihn sprach, desto mehr erfuhr ich über ihn, etwa, dass er Passanten verlorene Brieftaschen zurückgegeben hat, dass er Menschen einen Schal angeboten hat, wenn ihnen kalt war", schreibt sie auf ihrer Kampagnen-Seite im Internet.

Schließlich fand sie Robbie und erfuhr, dass er seit sieben Monaten obdachlos ist und keine Arbeit hat - auch, weil er keine feste Meldeadresse hat. Zeit, das zu ändern, dachte sich Harrison-Bentzen: "Zusammen kann unser kleiner Akt der Freundlichkeit zu Weihnachten jemandes Leben verändern und ihn endlich von der Straße holen, damit er es sicher und warm hat."

Inzwischen sind knapp 20.000 Pfund eingegangen - und der Hype geht erst richtig los. Die Twitter-User überschlugen sich mit begeisterten Kommentaren zu der positiven, inspirierenden und herzerwärmenden Geschichte. Von überall aus der Welt kamen Segenswünsche und Spenden - die Initiatorin selbst war zu Tränen gerührt.

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Weil Harrison-Bentzen ihrem Schützling nicht einfach das Geld in die Hand drücken will, hat sie beschlossen, 24 Stunden mit Robbie auf der Straße zu verbringen, um zu verstehen, wie es sich dort lebt.

"Ich hoffe, dass meine Kampagne die Leute dazu bringt, ein bisschen mehr über die Menschen um sie herum nachzudenken, Weihnachten ist eine gute Zeit, um an andere zu denken."

ala

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