Internat in Not Odenwaldschule droht Insolvenz

Die Odenwaldschule ist seit Jahren in der Krise, nach dem Missbrauchsskandal hat das Interesse von Eltern und Schülern rapide abgenommen. Nun droht laut einem Bericht des SPIEGEL die Insolvenz.

Odenwaldschule: Neue Schüler nur bei gesicherter Finanzierung
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Odenwaldschule: Neue Schüler nur bei gesicherter Finanzierung


Die Odenwaldschule im hessischen Ober-Hambach hat offenbar nur noch wenige Tage Zeit, um ihre finanziellen Probleme zu lösen. Nach Informationen aus den Aufsichtsbehörden muss das ehemalige Elite-Internat bis Ende April den Nachweis erbringen, dass die Finanzierung der kommenden beiden Schuljahre gesichert ist. Anderenfalls sollen Eltern, Schul- und Sozialbehörden offiziell darüber informiert werden, dass ein Insolvenzverfahren drohe und der Schulbetrieb möglicherweise "auslaufen" könne. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Die neue Ausgabe finden Sie hier.)

Seit vor fünf Jahren der massenhafte Kindesmissbrauch durch den früheren Rektor und mehrere Lehrkräfte an der Schule bekannt wurde, sind die Schülerzahlen stetig gesunken. Nach dem Abgang des aktuellen Abiturjahrgangs blieben nur noch 113 Schülerinnen und Schüler übrig, viel zu wenige für einen kostendeckenden Betrieb.

Die Behörden verlangen, dass neue Schüler nur bei gesicherter Finanzierung der nächsten Jahre aufgenommen werden. Allerdings seien Verhandlungen mit der bisherigen Hausbank über einen Kredit von 1,8 bis 2 Millionen Euro gescheitert, bestätigte der Vorsitzende des Trägervereins, Gerhard Herbert. Die Lage sei ernst, aber man verhandele noch mit anderen Instituten, sagte Herbert. An diesem Wochenende wollen die Mitglieder des Trägervereins über die Lage beraten.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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Seite 1
hschmitter 25.04.2015
1.
Ist das eine reine Katholenschule? Dann ist mein Mitleid gleich null, die Kirchen sollen sehen, wie sie ihre Missionierung ohne Gelder anderer Leute allein finanzieren.
ericstrip 25.04.2015
2. @#1:
Nein, die Schule wird von einem Trägerverein betrieben. Es wundert mich allerdings, daß es diesen und die Schule immer noch gibt. Wer hat denn da noch ernsthaft sein Kind angemeldet?! Nebenbei: „Reformpädagogen“, die die Grenzen nicht kennen, braucht die Welt genauso wenig wie religiöse Missionare.
mescal1 25.04.2015
3. na, du bist aber lustig
Zitat von hschmitterIst das eine reine Katholenschule? Dann ist mein Mitleid gleich null, die Kirchen sollen sehen, wie sie ihre Missionierung ohne Gelder anderer Leute allein finanzieren.
eine etwaige kurze "Googelung" ist dir zu anstrengend? Also: genau das Gegenteil ist der Fall. Das Prinzip des "antiautoritären Erziehungsauftrags" stand obenan, Kirche wird abgelehnt, Duzen der Lehrkräfte ist standard, etc. Nu - jetzt ist es für dich, da die Schule nicht kirchlich ist, eine völlig andere Sache, oder? Also, Menschen gibt's (Kopfschüttel).
hschmitter 25.04.2015
4.
1. Wir duzen uns nicht. 2. Ein kurzes Suchen im Internet bringt Zusammenhänge zwischen Katholiken und dieser Schule hervor (Medienberichterstattung, die nicht immer stimmen muß). Ein längeres Suchen benennt immer noch nicht klar die Träger der Schule. Vielleicht können Sie (nicht geduzt!!) mal einen Link auf den Trägerverein und seine Interessen herbeizaubern. 3. Es ist keine andere Sache für mich, wäre aber im Fall eines durch die Katholische Kirche betriebenen Schulbetriebes ein weiteres Indiz dafür, daß Privatinteressen (Religion) nicht öffentlich gefördert werden müssen (vor allem dann nicht, wenn der Förderer = Staat/Steuerzahler die Kontrolle über das zu Fördernde nicht mehr hat). 4. Schönen Tag noch und vielleicht mehr Freundlichkeit.
suplesse 25.04.2015
5.
Zitat von mescal1eine etwaige kurze "Googelung" ist dir zu anstrengend? Also: genau das Gegenteil ist der Fall. Das Prinzip des "antiautoritären Erziehungsauftrags" stand obenan, Kirche wird abgelehnt, Duzen der Lehrkräfte ist standard, etc. Nu - jetzt ist es für dich, da die Schule nicht kirchlich ist, eine völlig andere Sache, oder? Also, Menschen gibt's (Kopfschüttel).
Na wenn es beim Duzen mal geblieben wäre. Das Problem "war" doch wohl, dass die "persönliche Nähe" zwischen Lehrern und Schülern sehr viel weiter ging.
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