München - Ein tödlicher S-Bahn-Unfall und Gewalttätigkeiten überschatten das Oktoberfest. Ein Australier wurde auf dem Heimweg von einer S-Bahn erfasst und tödlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, lief der angetrunkene Mann mit einem Begleiter in der Nacht zum Montag an den S-Bahn-Gleisen entlang, als er von einem Zug erfasst wurde.
Der ebenfalls angetrunkene Begleiter des Australiers, ein 25-jähriger Neuseeländer, blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock. Die beiden Touristen hatten sich erst auf dem Heimweg zu ihrem Campingplatz kennengelernt. Die Polizei ermittelt nun die Identität des Toten.
Mit leichteren Verletzungen kam ein 21-jähriger Afghane davon, dem ein Deutscher am Sonntag im Streit einen Maßkrug auf den Kopf geschlagen hatte. Als der Getroffene zu Boden ging, traten der 26-jährige Täter und sein Begleiter mit den Füßen auf den Mann ein, bis schließlich Passanten zur Hilfe kamen und Wachleute riefen.
Die Polizei nahm die beiden Schläger fest. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Gewalttat auf der Wirtsbudenstraße der Theresienwiese war ein Streit im Bierzelt vorausgegangen. Das Opfer wurde in eine Münchner Klinik gebracht, konnte diese aber nach ambulanter Versorgung wieder verlassen.
Eine 18-jährige Australierin entging derweil nur knapp einer Vergewaltigung. Nachdem sie eineinhalb Maß Bier getrunken hatte, hatte sich die junge Frau am Sonntagabend hinter ein Festzelt schlafen gelegt. Laut Polizei nutzte dies ein 27-jähriger bulgarischer Tourist für eine massive sexuelle Belästigung der Schlafenden und klaute nebenbei auch noch ihr Handy. Doch aufmerksame Taschendiebfahnder gingen dazwischen. Polizisten kümmerten sich anschließend um die Frau. Gegen den Bulgaren wurde Haftbefehl beantragt.
tho/AP
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