Oktoberfest Das Bier fließt - die Massen strömen

Nach dem ersten Wochenende auf der Wiesn legen die Veranstalter Zahlen vor: 13 Ochsen hätten die Gäste verputzt - zwei mehr als im Vorjahr. Weitere teils obskure Zahlen im Überblick.

AFP

Mehr als 800.000 Menschen haben das Oktoberfest in München an seinem ersten Wochenende besucht. Das waren nach Angaben der Festleitung deutlich mehr als im Vorjahr, als nur und 600.000 Gäste über die Festwiese stromerten.

Zusammen mit den Münchnern feierten demnach viele ausländische Touristen, vor allem aus Australien, Neuseeland, Asien, den USA, der Schweiz und Italien. Die Gäste hätten 13 Ochsen verspeist und Hunderttausende Liter Bier getrunken.

Trinkgelage gehören zum Oktoberfest dazu wie Dirndl und Lederhose zu Bayern - auch wenn das öfter ungute Folgen hat: Schon am ersten Tag mussten die Sanitäter und Ärzte 469 Patienten versorgen, 91 davon wegen Vergiftungserscheinungen - zumeist wohl durch Alkohol.

Die ersten Besucher waren am Samstag noch bei Dunkelheit auf die Wies'n gekommen und hatten schon mal mit Dosenbier vorgeglüht. Nach der Öffnung des Geländes stürmten sie dann im Laufschritt in die Festzelte.

Der erste Patient - ein Mann in Mönchskutte - wurde schon 32 Minuten nach dem Beginn des Bierausschanks wegen zu viel Alkoholkonsums behandelt. Später zeigte sich, dass es sich nicht um einen Ordensmann handelte. Außerdem musste eine Frau behandelt werden, die sich an einem kaputten Maßkrug den kleinen Finger teilweise abgetrennt hatte: Operation noch auf der Wiesn, dann in die Klinik.

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Oktoberfest: 13 Ochsen verspeist, fässerweise Bier getrunken

Tapfer hielten Besucher durch, die 25 Minuten hoch über dem Fest in der Luft hingen: Ein technischer Defekt hatte den Riesenpropeller lahmgelegt, der die Gäste in einem der wildesten Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest auf bis zu 55 Meter Höhe befördert.

Der XXL-Racer hatte da bereits seinen zweiten Aussetzer. Beim ersten Mal waren keine Besucher in den Gondeln gewesen, wie die Münchner Abendzeitung berichtet. Die Kunden seien unverletzt geblieben und hätten ihr Geld zurück bekommen. Vor der Wiesn hatte der TÜV Süd alle Fahrgeschäfte eingehend überprüft.

Am Sonntagvormittag zogen rund 9000 Trachtler zum Oktoberfest - und hatten Glück mit dem Wetter. Gerade rechtzeitig hörte es auf zu regnen. Auf noch nassen Straßen liefen Trommler und Musikkapellen, Schützen und Spielmannszüge in historischen Gewändern zum Festgelände.

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Oktoberfest 2018: Promilliente auf der Wiesn

Zusätzlich ließen sich zahlreiche Promis aus verschiedensten Bereichen blicken, zum Beispiel Ex-Profiboxer Henry Maske, Tennisstar Boris Becker sowie "Terminator"-Darsteller Arnold Schwarzenegger - mit weißem Vollbart und Lederhose. Überraschungsgast im Anzapfzelt: Altkanzler Gerhard Schröder mit seiner Frau So Yeon Kim.

fok/dpa



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