US-Beachvolleyballerin Walsh Jennings Umständliches Gold

Kerri Walsh Jennings wunderte sich bei den Olympischen Spielen in London über sich selbst: Ungewöhnlich launisch war sie und reizbar. Die schlechte Stimmung hielt sie nicht davon ab, Gold im Beachvolleyball zu gewinnen. Nun kann sie sich auf ihr drittes Kind freuen.

AP

New York - Beachvolleyball haftet immer etwas Lässiges an: am Strand rumhängen, Ballspielen, die Sonne scheint, die Wellen rauschen, alles ganz entspannt. Die Spielerinnen und Spieler strahlen das auch aus - selbst wenn es um olympische Medaillen geht, ist die Stimmung kaum irgendwo sonst so gut wie in den Arenen am Strand.

Auch die US-Beachvolleyballerin Kerri Walsh Jennings ist für gewöhnlich ein Sonnenschein, doch bei den Olympischen Spielen in London sei sie launisch und schnell reizbar gewesen, sagte sie der US-Fernsehsendung "Today".

Das habe aber nicht am Wettkampfstress gelegen, auch das englische Essen war es nicht: "Als ich meinen Körper unerschrocken hin- und herwarf und versuchte, Gold für unser Land zu holen, war ich schwanger. Und jetzt bin ich in der elften Woche", sagte die 34-Jährige. Während der Wettkämpfe war sie in der fünften Woche, von der Schwangerschaft habe sie aber nichts gewusst.

Ihre Mitspielerin habe den richtigen Riecher gehabt: "Wahrscheinlich bist du schwanger", sagte Misty May-Treanor zu ihr. Die schlechte Laune hielt Walsh Jennings nicht davon ab, zum dritten Mal Gold zu gewinnen.

Im April erwartet sie nun ihr drittes Kind. Sie ist mit dem US-Beachvolleyballer Casey Jennings verheiratet, das Paar hat zwei Söhne: Joseph, 3, und Sundance, 2.

Bisher galt die Malaysierin Suryani Mohamed Taibi als einzige schwangere Athletin der Spiele von London - allerdings waren die Umstände bei ihr schon nicht mehr zu übersehen: Die Sportschützin war im neunten Monat.

bim/dapd



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