Olympische Spiele in London Invasion der Einäugigen

Nanu, wer lungert denn da in London herum? Überall in der englischen Hauptstadt tauchen derzeit große Versionen der Olympia-Maskottchen auf. Doch die komischen Figuren schauen nicht nur blöd aus der Wäsche. Sie haben auch einen Job zu erledigen.

DPA

Hamburg - Mit den Maskottchen bei sportlichen Großveranstaltungen ist es so eine Sache. Deutschland wunderte sich bei der Fußball-WM 2006, warum der Löwe Goleo zwar ein Trikot, aber keine Hose trägt. Und auch die Londoner dürften sich fragen, warum ausgerechnet ein Stahltropfen mit einem riesigen Auge bei den Olympischen Spielen für Stimmung sorgen soll.

Neun Tage vor Beginn der Spiele können sich die Briten nun immerhin an ihr Maskottchen gewöhnen: In ganz London stehen seit kurzem bis zu zwei Meter große Versionen der Glücksbringer herum: Wenlock und sein Kumpel Mandeville, das Maskottchen der Paralympics, sollen Touristen durch die Hauptstadt lotsen.

Sie stehen vor Big Ben, vor dem Westminster-Palast, am Ufer der Themse. 83 Skulpturen sollen insgesamt aufgestellt werden und die Fixpunkte für Spaziergänge durch London bilden. Mit einem Smartphone können Touristen laut "London24.com" den Maskottchen Informationen über die Sehenswürdigkeiten entlocken.

Mancher mag sich zwar an Kang und Kodos erinnert fühlen, die einäugigen Außerirdischen, die bei den "Simpsons" die Welt erobern wollen. Doch der Job von Wenlock und Mandeville ist nicht zu unterschätzen: Bei den zu erwartenden Belastungen des Verkehrs dürfte sich London während der Olympischen Spiele über jeden Fußgänger freuen.

hut



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