Opossum unter strenger Diät: Heidi schielt jetzt schlanker

Heidi ist ein putziger Star, aber viel zu dick. Tierpfleger haben dem berühmten Opossumweibchen deshalb eine strenge Diät verordnet - die jetzt Wirkung zeigt: Die Beutelratte bewegt sich immer flinker. Ob die schielende Heidi aber deshalb ihr Markenzeichen einbüßen wird, ist noch unklar.

Leipzig - Sie hat Hunderttausende Fans auf der ganzen Welt, schielt und ist viel zu dick. Jetzt haben die Tierpfleger von Heidi, dem berühmten Opossumweibchen aus dem Leipziger Zoo, aber gute Nachrichten zu verkünden: Die strenge Diät, die sie dem Beuteltier verordnet haben, zeigt Wirkung.

Dank der kontrollierten Ernährung werde das schielende Opossum immer flinker. "Sie macht deutliche Fortschritte bei der Mobilität und kann jetzt auch ihren Schwanz besser zum Festhalten einsetzen", berichtet die Pressereferentin des Zoos, Maria Saegebarth.

Ein Star ist Heidi ohnehin schon, dank der Ernährungskur lässt sich die Aufmerksamkeit der Fans noch ein wenig steigern: Wie wird aus der vollschlanken behäbigen Heidi eine zierliche und flinke Beutelratte? Jeder kann dabei zusehen, wie die Fettpölsterchen nach und nach schwinden.

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Opossum Heidi: Beutelratte mit Silberblick
Zum Vergnügen der Zuschauer aber haben die Leipziger Tierpfleger dem Tier den straffen Diätplan nicht aufgebrummt. Denn die Fetteinlagerungen, das sagen Experten, drücken auf die Augen und könnten der Grund dafür sein, warum Heidi schielt. Andererseits schielt den Pflegern nach auch Heidis Schwester. Es könnte also sein, dass der Silberblick in der Opossumfamilie genetisch verankert ist. Nun müssen die Fans gespannt darauf warten, ob Heidi am Ende der Hungerkur wohlmöglich ihr "Markenzeichen" einbüßt, oder ob sie künftig rank und schlank weiterschielt.

Noch lebt das Opossum weiter im nichtöffentlichen Bereich des Leipziger Zoos. Ihr künftiger Wohnort, eine neue riesige Tropenhalle, wird in der nächsten Woche bepflanzt. "Heidis Heimat wird grün", sagte Saegebarth. Die Erlebniswelt soll am ersten Juli eröffnet werden.

Vermarktet wird Heidi derzeit noch nicht, der Zoo verdiene kein Geld mit dem Heidi-Hype, sagt die Geschäftsführung des Leipziger Zoos. Um einen möglichen Missbrauch zu vermeiden, habe sich der Zoo jedoch umfangreiche Rechte sichern lassen.

cib/dpa

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insgesamt 16 Beiträge
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1. Kognitive Dissonanz.
dirk.1966 30.01.2011
Schon ein lustiges Tierchen, dieser Mensch. Misshandelt und schlachtet industriell Millionen von Säugetieren und vermag sich zugleich an diesem Wesen "Heidi" zu ergötzen.
2. Kein Titel
Q16 30.01.2011
Zitat von dirk.1966Schon ein lustiges Tierchen, dieser Mensch. Misshandelt und schlachtet industriell Millionen von Säugetieren und vermag sich zugleich an diesem Wesen "Heidi" zu ergötzen.
Ja so sind wir eben wir Menschen. Konsequent inkonsequent. Wenn ich mein Kotelett mit niedlichen Augen und Ringelschwänzchen im Internet ansehen könnte (müsste), wäre ich vermutlich (mal wieder) Vegetarier. Seufz.
3. Raubtier
Altes Eisen 30.01.2011
Zitat von dirk.1966Schon ein lustiges Tierchen, dieser Mensch. Misshandelt und schlachtet industriell Millionen von Säugetieren und vermag sich zugleich an diesem Wesen "Heidi" zu ergötzen.
Was soll man dazu sagen.Der Mensch ist nun mal ein Raubtier und braucht zu seiner Ernährung nun mal auch Fleisch.Das steht aber nicht im Widerspruch zur Tierliebe vieler Menschen.Nur um keine tierischen Produkte zu mir zu nehmen möchte ich nicht zum Frutarier oder Veganer werden.Ich habe selber zwei Haustiere (Katzen).Die werden aber nicht geschlachtet, ver- sprochen.
4. Dachkaninchen.
dirk.1966 30.01.2011
Zitat von Altes EisenWas soll man dazu sagen.Der Mensch ist nun mal ein Raubtier und braucht zu seiner Ernährung nun mal auch Fleisch.Das steht aber nicht im Widerspruch zur Tierliebe vieler Menschen.Nur um keine tierischen Produkte zu mir zu nehmen möchte ich nicht zum Frutarier oder Veganer werden.Ich habe selber zwei Haustiere (Katzen).Die werden aber nicht geschlachtet, ver- sprochen.
Ich habe in Hanoi mal einen gegrillten Hundeschlegel gegessen. Das war sehr delikat. An einem anderen Straßenstand gab es Fleisch vom "Dachkaninchen", wie man in Vietnam scherzhaft sagt. Ich habe letztere Erfahrung ausgelassen, der Geschmack des Fleisches der Katze soll jedenfalls an Kaninchen erinnern. Dennoch glaube ich nicht, dass Fleisch zur Ernährung des Menschen zwingend dazugehört. Deshalb bin ich seit einigen Jahren Vegetarier.
5. ja
fritzehü 30.01.2011
Zitat von sysopHeidi ist ein putziger Star, aber viel zu dick. Tierpfleger haben dem berühmten Opossumweibchen deshalb eine strenge Diät verordnet - die jetzt Wirkung zeigt: Die Beutelratte bewegt sich immer flinker. Ob die schielende Heidi aber deshalb ihr Markenzeichen einbüßen wird, ist noch unklar. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,742482,00.html
Also wenn die Fetteinlagerungen auf die Augen drücken und das Schielen bewirken, dann müßten in Deutschland sehr, sehr viele Leute schielen.
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