"Oratia" Herbststurm rast über Deutschland hinweg

Das wird ein turbulenter Wochenanfang: Schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde fegen über Deutschland hinweg.


Offenbach/London - Verantwortlich für das Unwetter ist das Sturmtief "Nicole" über den britischen Inseln und sein Randtief "Oratia", das Richtung Nordsee zieht. "Oratia hat sich geradezu explosionsartig entwickelt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass am Dienstag noch ein Nachzügler kommt", sagte ein Meteorologe.

Heftige Stürme in Deutschland erwartet
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Heftige Stürme in Deutschland erwartet

Zwischen 105 und 120 Stundenkilometer schnell sollen die Böen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und auf den Mittelgebirgsgipfeln werden. Nur einige Teile Bayerns bleiben im Windschatten. Wer nicht von den Stürmen gezaust wird, darf sich auf teils heiteres Wetter freuen - im Süden bei milden 19 Grad. Im Norden bleibt es mit 12 Grad eher kühl.

Auch am Dienstag ist es noch zu früh für eine Entwarnung: Zwar sollen die Winde im Vergleich zum Vortag etwas nachlassen, dürften aber an der Nordsee immer noch vereinzelt bis zu 105 Stundenkilometer erreichen. Küstenbewohner und Niedersachsen müssen sich im Durchschnitt auf bis zu 85 Stundenkilometer schnelle Herbststürme einstellen. Auch sonst sieht der Wetterdienst nördlich des Mains Windböen zwischen 50 und 65 Kilometern pro Stunde voraus.

Wirbelsturm zieht durch englischen Küstenort

Bei einem Wirbelsturm über Großbritannien sind bereits in der Nacht zum Sonntag vier Menschen verletzt worden. An Hunderten von Häusern müssen Sturmschäden repariert werden, im schottischen Edinburg wurde ein Sportflugzeug umgeweht. In West-Sussex hob der Tornado einen Wohnwagen in die Luft und drückte ihn auf einen anderen Wohnwagen. Dabei erlitten zwei Frauen schwere Verletzungen. Ein Mann und eine Frau wurden bei den Stürmen auf dem Gelände eines Supermarkts von Glassplittern verletzt.



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