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Tier macht Sachen

Tier macht Sachen Aggressive Eule hat es auf Regierungsmitarbeiter abgesehen

Gefahr im Park: Oregons aggressive Eule Fotos
AP

Sie greift lautlos von hinten an: In einem Park im US-Bundesstaat Oregon ist mit Attacken einer aggressiven Eule zu rechnen. Derzeit sind besonders Regierungsmitarbeiter gefährdet.

Der Bush's Pasture Park in Oregons Hauptstadt Salem hat einen gefährlichen Bewohner: Eine Eule greift immer wieder Menschen an. Im vergangenen Winter waren es Jogger, nun ist das aggressive Tier zurück - und diesmal müssen sich besonders Mitarbeiter der Regierung Oregons in Acht nehmen.

Seit Ende November wurden mindestens drei Personen verletzt, teilten die Behörden in Salem mit. "Sie ist leise. Man geht spazieren, kümmert sich um seinen eigenen Kram, und eine Eule geht lautlos von hinten auf dich los", sagte eine Sprecherin. "Jeder liebt die Eule - nun ja, ich bin sicher, diejenigen, deren Köpfe zerkratzt wurden, nicht, aber sonst jeder."

Um die Sache nicht aufzuheizen, beeilten sich die Behörden zu versichern, dass es dem Tier mit den Angriffen auf Regierungsangestellte aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um ein politisches Statement gehe. Eher schon darum, potenzielle Partner zu beeindrucken. Solche Angriffe ereigneten sich vor allem während der Balzzeit, sagte die Sprecherin. Man rate den Leuten, eine Mütze oder einen Schirm zu tragen. Die Polizei teilte mit, man habe bislang keine Eulen festgenommen.

Bei der Eule handelt es sich vermutlich um einen Streifenkauz. Das Tier ist inzwischen eine Lokalberühmtheit geworden. Eine örtliche Brauerei benannte ein Bier nach den Angriffen des Vogels. Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Lokalzeitung einen Namenswettbewerb ausgerufen. Am beliebtesten war "Owlcapone", ein Wortspiel auf den Namen des legendären Gangsterbosses Al Capone.

Nach den ersten Attacken im vergangenen Winter stellte die Stadt Warnschilder auf. Durch den Verkauf weiterer "Vorsicht, Eulenangriffe"-Schilder hat die Stadt mehr als 20.000 Dollar für die Parkpflege eingenommen.

ulz/Reuters

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