Hunderte Urlauber sitzen fest Ostfriesen-Fähre läuft im Nordseeschlick auf

Mehr als 600 Juist-Urlauber haben am Morgen mit dem Schiff die Heimreise angetreten. Doch bis sie das Festland erreichen, dürfte es noch dauern.

MS Frisia II: Fahrt endet im Watt
DPA

MS Frisia II: Fahrt endet im Watt


Eine Fähre ist bei der Überfahrt von der Nordseeinsel Juist nach Norddeich im Watt steckengeblieben. Die AG Reederei Norden-Frisia war am Morgen um 6.45 Uhr außerplanmäßig mit fünf Schiffen von Juist abgefahren, um Urlaubsgäste aufs Festland zu bringen.

"Vier Schiffe haben es mehr oder weniger problemlos geschafft, die Frisia II ist im Schlick aufgelaufen", sagte der Fahrdienstleiter der Reederei, Ralf Ackermann. An Bord des 63,5 Meter langen Schiffes sind 650 Passagiere und etwa ein Dutzend Besatzungsmitglieder. Von da an hieß es: Warten auf das nächste Hochwasser, das um 19.37 Uhr kommen sollte. Erst am Dienstagabend war das Schiff wieder flott und konnte in den Festlandhafen einlaufen.

Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage bereitet die Heimreise Urlaubern in Ostfriesland Probleme. Am Sonntag war wegen des Wintereinbruchs in der Region ein IC kurz hinter Norddeich steckengeblieben.

Wegen überfrorener Oberleitungen wurde der Zug in den Bahnhof Norddeich zurück geschleppt. Dort mussten die Fahrgäste übernachten. Der Zug konnte erst am Montag weiterfahren und kam mit 22 Stunden Verspätung in Köln an.

sms/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 18 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
jhea 05.01.2016
1. der lustigste Teil dabei ist
Dass die Urlauber die jetzt auf der Fähre festsitzen, gestern schon nicht fahren konnten da die Fähren gar nicht fuhren. Jetzt also schon 2 Tage unplanmäßig länger geblieben - löls
sansini 05.01.2016
2.
Es geschieht Sommers wie in der zweiwöchigen Winter"saison" in schöner Regelmäßigkeit bei Fähren von v.a. Juist und gelegentlich auch Spiekeroog, dass diese im Schlick festsitzen. Dass es eine solche Meldung über Seite 5 unserer ostfriesischen Lokalblätter hinaus schafft, zeugt von völliger Ahnungslosigkeit des Schreibenden.
frankfreifrank 05.01.2016
3. Seefahrt ...?
Die seefahrt sol doch luschtich sein? Besonders Watt-Fahren.
sifumike 05.01.2016
4. damit muss man rechnen im Winter
aber immerhin besser so als das was die Menschen in Köln erleben mussten.
aremora 05.01.2016
5. Völlig normal
Gerade bei der Überfahrt von/nach Juist haben die Fähren bei Niedrigwasser immer eine Stelle zu passieren, bei der nur noch wenige Zentimeter Wasser zwischen Kiel und Wattboden bleiben. Die Schiffe sind alle entsprechend konstruiert (geringer Tiefgang, hochgesetzte Antriebe etc), aber gegen den sich bei jeder Flut leicht verändernden Meeresboden hilft manchmal auch die beste Ortskenntnis der erfahrenen Kapitäne nichts. Dieses Auflaufen kommt immer wieder mal vor und ist in keiner Weise dramatisch.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.