Pakistan Mehr als 200 Tote bei Überschwemmungen

Hunderttausende hausen in Notunterkünften, mehr als 200 Menschen sind gestorben: Heftige Regenfälle haben in Pakistan zu schweren Überschwemmungen geführt. Das schlechte Wetter erschwert Hilfslieferungen - die Situation erinnert an die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr.

Überflutetes Gebiet in Pakistan: 5,3 Millionen Menschen sind betroffen
AP

Überflutetes Gebiet in Pakistan: 5,3 Millionen Menschen sind betroffen


Islamabad - Bei schweren Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen sind in Pakistan mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Bislang seien 209 Todesopfer geborgen worden, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes am Montag. 5,3 Millionen Menschen seien von den Überschwemmungen betroffen. Millionen Hektar Ackerland stünden unter Wasser, der Landwirtschaft drohten "riesige" Verluste.

Ein Sprecher eines Parlamentsausschusses zur Koordinierung der Nothilfe erklärte, bisher seien 45.000 Zelte und 80.000 Nahrungsmittelhilfspakete ausgegeben worden. Bei der Verteilung gebe es ernste Probleme, da Hubschrauber bei dem anhaltend schlechten Wetter nicht fliegen könnten und Straßen überschwemmt seien. Nach Regierungsangaben wurden bislang 700.000 Häuser durch die Unwetter beschädigt, 150.000 Menschen in Notunterkünften bräuchten dringend Hilfe.

Im vergangenen Jahr waren bei der schlimmsten Flutkatastrophe in der Geschichte des Landes rund 1750 Menschen ums Leben gekommen, 21 Millionen Menschen waren betroffen. Kritiker werfen der Regierung vor, seitdem nicht genug in den Schutz vor Überschwemmungen investiert zu haben.

ulz/AFP

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